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Aus dem Slowcooker: Szegediner Gulasch

szeged_kl.jpgAnbraten – ja oder nein? Da scheint die Crocky-Community ausgesprochen uneins zu sein. Und auch ich habe mein abschließendes Urteil noch nicht gebildet. Manche Gerichte wie Schnitzelröllchen oder Hackbraten sind mir im Slowcooker auch ohne Anbraten ausgesprochen gut gelungen. Bei anderen hab ich doch angebraten – nicht um die Poren zu schließen (Gruß an das Porenmonster vom Fressack!), sondern weil ich finde, dass zwiebelige und paprikaintensive Röststoffe eine Sauce erst richtig “rund” machen. So sehen es auch die Autorinnen meiner US-Slowcookerbücher: Man kann das Anrösten auslassen (die Sauce wird trotzdem dunkel), aber man sollte es nicht auslassen – der Extra-Aufwand lohnt geschmacklich.
Irgendwann sollte ich die Probe auf’s Exempel machen und es riskieren, zum Beispiel die Zutaten für dieses Szegediner Gulasch einfach in den Slowcooker-Gareinsatz zu schichten und den Garprozess zu starten. Dann habe ich echte Vergleichsmöglichkeiten – denn mit Anbraten ist das Gericht wirklich köstlich geworden!


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Szegediner Gulasch
Kategorien: Slowcooker, Schweinefleisch, Ungarn
Menge: 6 Portionen

40 Gramm Schmalz
1 kg Schweinegulasch
400 Gramm Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
100 Gramm Speck, geräuchert, in Würfeln
1 Essl. Paprika, edelsüß
1 Essl. Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Kümmel
1/2 Ltr. Gemüsebrühe (Instant)
400 Gramm Sauerkraut (Dose)
200 Gramm Saure Sahne oder Schmand, verquirlt mit 1 EL Mehl

============================== QUELLE ==============================
Balkan-Küche
— Erfasst *RK* 03.11.2007 von
— Gabriele Frankemölle

Schmalz in einem Schmortopf erhitzen, Fleischwürfel darin schön
braun anbraten, in den Einsatz des Slowcookers geben. In dem Bratfett
die Speckwürfel auslassen, darin Zwiebeln, Knoblauchzehe und
Paprikapulver ebenfalls etwas braun rösten, in den Slowcooker geben.
Bodensatz mit Gemüsebrühe loskochen, mit Tomatenmark verrühren und
über Fleisch und Zwiebeln schütten. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel
abschmecken.

Zugedeckt sieben Stunden auf LOW oder drei Stunden auf HIGH garen.
Dann den Topf auf HIGH stellen, das gewässerte und abgetropfte
Sauerkraut eine gute halbe Stunde mitgaren lassen. In den letzten
zehn Minuten die saure Sahne mit dem Mehl zum Andicken einrühren.

Garzeit auf dem konventionellen Herd: Knapp zwei Stunden, davon
Sauerkraut auch nur etwa 20 Minuten.

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5 Kommentare

  • Antworten
    Petra
    4. November 2007 at 16:58

    Ich liebe Szegedinger Gulasch! Gab es bei uns auch dieses Wochenende. Wird morgen gebloggt – ist einfach lecker auch ohne Crockpot 😉
    Liebe Grüße

  • Antworten
    Brigitte
    26. Juni 2018 at 10:46

    Sen-sa-tio-nell!!!
    Früher hab ich dieses Gericht immer im Schnellkochtopf zubereitet. Das mache ich nach diesem Geschmackserlebnis aus dem Crockpot sicher nienienie wieder.
    Ich hatte nur 600g Rindfleisch statt Schweinefleisch und 520g Sauerkraut. Außerdem 2 Paprika und keinen Speck. Anfangs hab ich aus Versehen die Sahne schon gleich mit rein und dann Angst, dass mir das Gericht misslingt. Auch das Sauerkraut war von Anfang an mit im Topf. 8h auf los und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      26. Juni 2018 at 12:30

      Freut mich, dass es so gut geklappt hat – das sind die Aha-Erlebnisse, die jeder mal haben sollte, finde ich. Warum nur entdecken die Leute den Slowcooker so langsam? Die Dinger sind doch echt günstig…

  • Antworten
    Sascha
    4. November 2018 at 14:16

    Ich habe das Rezept heute nachgekocht. Und wie ich das meistens mache, wenn ich ein Rezept zum ersten Mal mache: Ich habe mich genau dran gehalten. Na ja, eine kleine Abweichung doch: Ich habe das Kraut nicht gewässert. Ich nehme das nämlich nicht aus der Dose. Wir haben hier auf dem Wochenmarkt einen Stand aus Thüringen mit Spreewälder Spezialitäten. Da gibt es auch handgemachtes frisches Sauerkraut. Das ist nicht so nass und auch nicht ganz so sauer wie das aus der Dose. Daher kann man es direkt so benutzen. Ansonsten bin ich aber wirklich genau am Rezept geblieben. Und das werde ich auch weiterhin tun, war nämlich super und ich wüsste nicht, was ich noch ändern sollte, um irgendwas zu verbessern. Genau SO wollte ich es haben.
    Ach ja, ich habe die Version mit anbraten genommen und würde das auch immer wieder tun. Meine Frau war auch begeistert.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      6. November 2018 at 14:26

      Freut mich wirklich, das zu hören, Sascha – guten Hunger 🙂

    Antworten