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Jamies Amerika: Killer Mac’n’Cheese

Jamie Olives Killer Mac and Cheese

Jamie Olives Killer Mac and Cheese
Was Kochbücher angeht, so kaufe ich lieber Standardwerke statt Rezeptkollektionen von Promis mit oft kurzer Halbwertszeit und manchmal geringem Nutzwert. Aber wenn Jamie Oliver über Amerika schreibt, komme ich selbstredend daran nicht vorbei – schließlich ist die US-Küche meine erste kulinarische Liebe, ich konnte eher Brownies als Bisquitboden backen! Ich habe also bestellt – und es nicht bereut: Schon beim ersten Durchblättern haben mich die wunderschönen atmosphärischen Fotos und die sympathischen Begleittexte zu Regionen (New York, Louisiana, Arizona, Los Angeles, Georgia, Wildwest) und Rezepten begeistert. Jamie selbst hat sich für meinen Geschmack zu oft im Bild platziert – typisch Promi-Kochbuch eben. Aber das Layout ist frisch und übersichtlich, Schriften und Farben symbolisieren mit viel Rot und Blau förmlich „USA“.

Von den äußeren zu den inneren Werten: Die Rezeptauswahl finde ich gelungen, wenn manchmal auch zu sehr ethnisch ausgerichtet. Sicherlich kann man in New York auch Ceviche (peruanischen Fischcocktail) essen, aber muss der deshalb in ein USA-Kochbuch? Da hätte ich ein Truthahn-Rezept a la Jamie angebrachter gefunden – und als Süßschnabel hätte ich mir mehr Dessertrezepte gewünscht. Punkten kann Jamie in meinen Augen mit seinen BBQ-, Südstaaten- und Wildwest-Rezeptvariationen – das liest sich lecker und ist meist „schlanker“ als die Originale, ohne dass der Charakter der Gerichte total umgekrempelt wird.  Ein Beispiel dafür ist der Mac’N’Cheese-Auflauf, den ich als erstes nachgekocht habe:

Nudelauflauf aus Jamie Olivers Amerika

Killer Mac'n'Cheese nach Jamie Oliver

Ergibt: 6 - 8 Portionen

So bereitet Jamie Oliver das uramerikanische Mac and Cheese zu - mit viel Knoblauch, reichlich Käse und Tomate als Gemüsebeigabe.

Zutaten

  • 20     Gramm  Butter
  • 1 1/2      Essl. Mehl, gehäuft
  • 4            Knoblauchzehen, in feinen Scheibchen
  • 2            Lorbeerblätter
  • 500        ml  Milch, fettarm
  • 300     Gramm  Hörnchennudeln oder Ellbogen-Makkaroni
  • 4            Tomaten
  • 100     Gramm  Cheddar, gerieben
  • 50     Gramm  Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Worcestershiresauce
  • Frische Kräuter nach Geschmack (Thymian, Petersilie)

Für die Knusperbrösel:

  • 2 EL Olivenöl
  • 4 EL Paniermehl
  • einige Blättchen Thymian (optional)

Zubereitung

Butter in einem Topf schmelzen und aufschäumen, die Knoblauchscheibchen darin glasig dünsten. Das Mehl aufstreuen, ständig rühren und einige Minuten schmurgeln lassen, bis sich alles zu einer glatten Paste verbunden hat und der Knoblauch goldgelb ist. Lorbeerblätter dazu geben, Milch angießen und alles glatt rühren, mit Salz, Pfeffer abschmecken und einige Minuten unter Rühren weiter köcheln lassen. Lorbeerblätter entnehmen.

Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen und abgießen. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine passende Auflaufform fetten.

Tomaten würfeln, kräftig salzen und pfeffern, mit frischen Kräutern nach Geschmack vermischen. Tomaten, Sauce und 3/4 des Käses über die Pasta geben, alles gut durchmischen und nach Geschmack mit etwas Muskat und Worcestershiresauce abschmecken. In die Form geben, mit restlichem Käse bestreuen und etwa 30 Minuten überbacken, bis die Sauce blubbert und der Käse goldgelb ist.

Für die Brösel Paniermehl im Olivenöl hellbraun rösten, Thymian nach Wunsch dazu geben. Auf den fertigen Auflauf streuen.

Weitere Gerichte werden sicherlich noch folgen: Traybaked Chicken mit Süßkartoffeln, Gumbo mit Huhn und Garnelen, Chili Cheese Cornbread, Navajo Lamb Stew, BBQ Sauce, Surf’n’Turf…

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4 Kommentare

  • Antworten
    Moni
    2. Dezember 2009 at 20:12

    Hab das Buch neulich im Laden gesehen, jetzt denke ich ernsthaft darüber nach es mir zu kaufen, aber wie du schon sagst mir würden auch mehr Süßesachen besser gefallen…

  • Antworten
    Fall in Love with Canada
    3. Dezember 2009 at 17:10

    Du musst unbedingt den Dattel-Shake probieren. Das ist einfach toll und man bekommt gar nicht genug davon.

  • Antworten
    Foodfreak
    18. Dezember 2009 at 22:58

    Wirklich toll war die Serie zum Buch, da warte ich auf die DVD – die ist extrem sehenswert, mal jenseits der üblichen USA-Kochpfade.

  • Antworten
    Kati
    29. Januar 2010 at 14:17

    Das Rezept ist so genial und schmeckt sowas von leckerli. Und das Buch ist doch einfach SPITZE. Mir gefällt die Aufmachung seiner Bücher. Gute Buchqualität zu einem fairen Preis.

  • Antworten