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4 In für Slowcooker

Saisonküche aus dem Slowcooker: Rhabarber-Quarkauflauf

Rharbarberauflauf

Rharbarberauflauf

Wer viele Foodblogs liest, könnte auf die Idee kommen, dahinter stecken die Überflieger-Super-Duper-Wahnsinnsköchinnen, denen einfach alles gelingt. Die kochen UND schreiben UND fotografieren können. Und das alles perfekt. Falsch. Es merkt nämlich keiner, wenn da auf dem Teller etwas toll aussieht, das total gewöhnlich schmeckt. Oder wenn etwas traumhaft schmeckt, aber aussieht wie die Hinterlassenschaft eines Hundes. Oder wenn ein Rezept vielversprechend klingt, sich aber letztendlich als langweilig herausstellt. Oder wenn Texturen, Garpunkte, Gewürzkombinationen, ja, selbst die Farben nicht stimmen. Denn Foodbloggerin genießt (nicht) und schweigt. Die Familie verzehrt maulend das missglückte Experiment (die guten Lebensmittel wirft man schließlich nicht weg) und auf dem Blog landet – nichts.

Warum ich das alles erzähle? Ab und an hat man auch als Foodbloggerin, die genauso oft wie jederfrau durchschnittliche Hausmannskost produziert, eine Sternstunde. Meine war gestern. Ein grob angedachtes „Man könnte doch aus Rhabarber und Grieß was lecker-vanilliges machen“ traf auf ein Rezeptbild eines Low-Carb-Kuchens, der aussah, als ob er im Slowcooker zubereitet worden wäre. War er aber nicht und enthielt außerdem Magerquark und einen mir unbekannten Süßstoff. Beides habe ich durch die Originale (Sahnequark und Zucker) ersetzt, den Kuchen dadurch ent-diätesiert und zu einem wirklich köstlichen lauwarmen Auflauf für den Slowcooker gemacht. Süßfaktor, Textur, ja sogar die Garzeit hauten auf Anhieb hin. Ich muss mir also mal selbst auf die Schulter klopfen und spreche eine unbedingte Nachkoch-Empfehlung aus 🙂

Rhabarber-Quarkauflauf mit Grieß (Slowcooker)
 
Cremig-süß-fluffige Quark-Grießmasse, herber Rhabarber: Dieser Auflauf schmeckt ganz wunderbar und macht sehr wenig Arbeit.
Ergibt: 4 - 6 Portionen
Zutaten
  • 300 g Rhabarber (geputzt)
  • 1 EL Vanillezucker (selbstgemacht)
  • 1 EL Zucker
  • 2 Eier (XL oder 3 kleine)
  • 100 g Schmand
  • 250 g Quark (20prozentig)
  • 50 g Grieß
  • 1 TL Vanille-Puddingpulver
  • 75 g Zucker
  • Messerspitze abger. Zitronenschale
Zubereitung
  1. Den Rhabarber in etwa fünf Millmeter dünne Scheibchen schneiden, mit Zucker und Vanillezucker bestreuen und Saft ziehen lassen.
  2. Das Innere des Slowcookers (3,5 l Inhalt) mit etwas Butter einstreichen.
  3. Die Eier trennen und die Eiweiße in einer Schüssel mit dem Mixer steif schlagen. Beiseite stellen.
  4. In einer großen Schüssel Eigelbe mit Schmand, Quark, Grieß, Puddingpulver, Zucker und Zitronenschale glatt rühren. Vorsichtig erst den Eiweiß und dann die Rhabarberstücke unterheben.
  5. Masse in den Slowcookereinsatz geben und zwei Stunden auf Stufe HIGH garen, bis der Auflauf am Rand hellbraun und in der Mitte fest ist.
  6. Lauwarm servieren - wer mag mit Vanillesauce, Sahne oder Eis.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Wendy
    30. Mai 2015 um 18:00

    Hi – Xucker premium ist reines Xylit („Birkenzucker“) und nichts aus dem Hexenkessel. Xucker light ist Erythrit.
    Unter dem Namen Xucker vertreibt es eine Firma – man kann es unter anderen Markennamen auch im Reformhaus kaufen.
    Vorteil bei beiden Süßstoffen – sie sind Hitzestabil und drum zum backen geeignet – außerdem geben sie im Gegensatz zu anderen auch die erforderliche „Masse/Volumen“ – die fehlt einem ja bei Aspartam, Stevia oder Sucralose oft.

  • Antworten
    Ulrike
    31. Mai 2015 um 11:16

    Ich habe so eine ähnliche Variante mit Erdbeeren ausprobiert 😉

    Und zum Xylit, das kann bei empfindlichen Leuten zu sehr angeregter Verdauung führen …

  • Antworten
    ZuckerErsatz
    3. Juni 2015 um 15:14

    Xylit und Erythrit sind natürliche Zuckeralkohole. Nur in der Umgewöhnungsphase können sie bei hoher Dosis ein leichtes Bauchgrimmen auslösen.
    Ihr entscheidender Vorteil gegenüber Zucker ist: Keine Heishungerattacken und keine Karies, besonders Xylit verhindert Karies. Achtung: Hunde dürfen kein Xylit fressen.

    • Antworten
      gfra
      3. Juni 2015 um 15:19

      Naja, Zähneputzen verhindert auch Karies und sparsamer Zuckergenuss ebenso 🙂

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