0
3 In Slowcooker allgemein

Anbraten oder nicht anbraten? Das ist hier die Frage

Rouladen vergleich

Rouladen im Slowcooker Fertige Rouladen

Anbraten – ja oder nein? Das ist eine der Fragen, über die Slowcooker-Köche und Köchinnen immer wieder diskutieren. Die einen scheuen den zusätzlichen Abwasch, die anderen scheuen keine zusätzliche Mühe, damit ihr Gericht möglichst perfekt aussieht und schmeckt.  Zu welcher Fraktion Sie gehören, müssen Sie selbst entscheiden – aber als Orientierungshilfe habe ich mal einige Pro & Contras zusammen getragen. (Es gibt inzwischen auch ein Video zu diesem Thema!)

Mit Anbraten Ohne Anbraten
++ Saucen werden dunkler und gewinnen eine tiefbraune Farbe + Saucen bleiben heller, entwickeln aber auch eine leicht braune Farbe
++ Die Röststoffe bringen viel zusätzliches Aroma + Aromen lassen sich auch durch Wurzelgemüse, Speck erzielen
– zusätzlicher Topf zu spülen, Zeitaufwand + Zeitgewinn, weniger zu spülen
+ leckere braune Kruste – gekochte Optik bei großen Fleischstücken
+ wird zart und lecker + wird zart und lecker

Rouladen vergleich

Im Foto oben sehen Sie übrigens das Ergebnis eines Tests: Ich habe Rouladen sowohl angebraten (links) als auch nicht angebraten (rechts) in den Slowcooker gelegt. Beide waren anschließend gleich zart und saftig und hatten nahezu dieselbe Farbe. Allerdings hat das Anrösten einiger Rollen natürlich dafür gesorgt, dass die Sauce schön dunkel wurde!

Wie ich es also mit dem Anbraten halte? Nun, ich brate NICHT an, wenn Fleisch in gemüsiger, dunkler Sauce (mit Sojasauce, Austernsauce etc.) gart oder Fleischbällchen zum Beispiel in Tomatensauce gar ziehen. Bei Braten, Gulasch und einigen Rouladenrezepten dagegen brate ich sehr wohl an, denn „gekochte Optik“ gefällt mir gar nicht. Zweiter Grund: Ich schätze das Aroma der Röststoffe und finde, Saucen werden mit Anbraten (und sei es nur der Zwiebeln) irgendwie „dichter“. Zuguterletzt brate ich Hack (außer für Hackbraten) immer an – ohne Anbraten wird es nämlich nicht krümelig, sondern besagter Hackbraten!

Vielleicht gefällt Ihnen auch...

3 Kommentare

  • Antworten
    Karin
    16. Juni 2016 um 15:40

    Also nachdem ich in Österreich gelernt habe, dass man dort das Saftgulasch weißdünstet, d.h. die Zutaten anschmort, aber das Fleisch nicht anbrät sondern in den heißen Sud einlegt bzw. damit übergießt, mache ich dies mit allen Gulascharten (Schwein, Wild, Pute) und auch mit den Rouladen. Das Fleisch wird schön zart und die Saucen erhalten die Farbe durch das Anrösten der Zutaten wie u.a. der Zwiebeln.
    Gehacktes brate ich immer an, auch wegen der Optik und damit es schön krümelig wird.

    • Antworten
      Gabi
      19. Juni 2016 um 16:02

      Weißdünsten heisst das? Ist aber auf jeden Fall ein super Verfahren, mache ich bei Rindergulasch jetzt auch immer…

  • Antworten
    Catrin Henseleit
    18. Juni 2016 um 12:51

    Danke für den tollen Beitrag. Bisher habe ich auch immer angebraten, genau aus dem Grund, dass ich die „gekochte Optik“ (schöne Ausdrucksweise) nicht mag. Die Mühe, der Zeitaufwand und auch der zusätzliche Abwasch lohnen sich, wie ich finde.

    Liebe Grüße von Catrin.

  • Kommentar schreiben