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Gerätetest Russell Hobbs-Multikocher & Safrankartoffeln

Safrankartoffeln

Russell Hobbs Multikocher

Dass ich keine Freundin von Multikochern bin, habe ich ja nun schon häufig betont. Vor allem stört mich daran der Mehrpreis für Zusatzfunktionen, die ich gar nicht nutze und die komplizierte Bedienung. Punkt eins kann ich jetzt von meiner Liste streichen: Der Russell Hobbs Cook@Home Multicooker* kostet gerade mal 70 Euro und zu meinem großen Erstaunen habe ich mich dabei erwischt, dass ich ihn tatsächlich zum Reiskochen, Anbraten und anschließendem Schongaren sowie zum „normalen“ Suppenkochen benutzt habe. Die Bedienung (und die zentimeterdicke Gebrauchsanleitung) halte ich zwar für gewöhnungsbedürftig (um nicht zu sagen schlecht), aber der Hersteller hat mir versichert, dass die gerade überarbeitet und verbessert wird.

multikocher2Erstaunlich praktikabel finde ich die Anbratstufe des Multikochers, denn in dem großen Topf (mehr als fünf Liter Fassungsvermögen) bekommt man auch mehr als 500 g Fleisch auf einmal gut braun gebraten. Oder man stellt sie ganz am Ende des Schongarens nochmal an, um den Speisen (in meinem Fall waren es Safrankartoffeln) etwas appetitliche Bräune zu verleihen.

Auch das Reiskochen im Multigarer ist supereinfach (ein Knopfdruck!), wenn man genügend Füllmenge wählt (mit nur zwei Messbechern funktioniert es nicht, aber mit vieren). Ein Knopfdruck ist auch die Theorie beim Schongaren – in der Praxis ist die einzig voreinstellbare Zeit (acht Stunden) aber meist zu lang für Vier-Personen-Füllmengen und man muss  nach fünf oder sechs Stunden manuell „abbrechen“. Kein Problem, wenn man zuhause ist – aber sehr wohl wenn man zur Arbeit und geht und den Topf zuhause allein seine Arbeit verrichten lässt.

Als klassischen Slowcooker, der ganz ohne Aufsicht kocht, würde ich den RH-Multikocher also nicht verwenden. Aber er hat durchaus seine Berechtigung: Als Mehrfachkönner im Ferienhaus, zum Beispiel. Oder als platzsparendes Multitalent zuhause, wenn man häufig für sechs oder acht Personen kocht.

Safrankartoffeln

Safrankartoffeln aus dem Multikocher
 
Kartoffeln mit einer süßlich-scharfen nordafrikanischen Note: Das schmeckt als fleischloses Hauptgericht, aber auch als Beilage zum Grillen. Wer keine Rosinen mag, kann die natürlich auch weglassen..
Ergibt: 4 Portionen
Zutaten
  • 2 EL Ghee oder Öl
  • 2 Zwiebeln, groß, in Ringen
  • 1 Zehe Knoblauch, zerdrückt
  • 1 EL Ras el Hanout
  • 1 Kilo kl. Kartoffeln (Drillinge)
  • 200 ml Hühner- oder Gemüsefond
  • Prise Safran
  • 50 g Rosinen
  • ¼ TL Salz
  • Korianderblättchen oder glatte Petersilie zum Garnieren
Zubereitung
  1. Das Öl in den Einsatz des Multikochers geben und erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin einige Minuten leicht braun braten. Ras el Hanout dazu geben und kurz mitbraten.
  2. Die Kartoffeln schrubben, große Exemplare gegebenenfalls halbieren. Zu den Zwiebeln geben. Safran in Brühe auflösen, über die Kartoffeln geben. Rosinen und Salz einrühren.
  3. Deckel schließen und auf der Stufe Schongaren etwa 4 Stunden garen. Am Ende 20 Minuten auf der Bratstufe braun rösten. Mit Petersilie oder Koriander servieren.
Bemerkungen
Dieses Rezept habe ich im Multicooker von Russell Hobbs zubereitet. Wenn Sie das Anbraten der Zwiebeln in einem normalen Topf erledigen, können Sie aber auch in einem 3,5-l-Topf weiter garen. Die Zeit beträgt dann 4 bis 5 Stunden HIGH, je nach Größe der Kartoffeln.

*Affiliate Link zu Amazon. Russell Hobbs hat mir den Topf kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Damit war keine Verpflichtung verbunden, zu berichten oder das Gerät gut finden zu müssen. Es handelt sich also hier im meine unbezahlte Meinung.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Thorsten
    18. Mai 2016 um 17:14

    sieht aus als wenn da bald ein Nachfolger kommt, wenn der Preis um 50% gefallen ist.
    Denn das mit den 8 Stunden Vorwahl ist für mich indiskutabel, auch bei 70€

  • Antworten
    André
    30. Mai 2016 um 16:22

    Der Russell leistet gute Dienste bei mir! Ob ich das Essen jetzt sechs oder acht Stunden „koche“ spielt ja keine so große Rolle bei slowcoocker.

    Ich hab schon ne Menge durch , Gulasch , Bolognese, pulled Pork ( nach ihrem Rezept) …etc

    Was zu viel ist wird halt eingefroren.

    By the way ,der Preis liegt mittlerweile weit unter 70€ !

    • Antworten
      gfra
      30. Mai 2016 um 16:28

      Hi, Andre – doch, ich finde zum Beispiel bei Hähnchenbrust spielt es doch eine Rolle, ob das zwei Stunden länger gart oder nicht 😉 Aber diesen Nachteil macht der Vorteil wieder wett, dass der Topf eben noch mehr kann…

      • Antworten
        André
        30. Mai 2016 um 18:21

        Wenn Mensch meint Hünchenbrust im slowcooker zu machen, gebe ich Dir natürlich recht.

        Die „billigen“ Teile sind, meiner Meinung, die besseren für slowcook Gerichte.

        By the way, danke für deinen Blog!
        Der Blog+ die Videos haben mich zum slowcook gebracht 🙂

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