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Aus dem Slowcooker: Rouladen-Schichtbraten

Rouladenbraten aus dem Slowcooker

Es gibt sone Rezepte und solche. Sone, von denen man sich wenig erhofft und die dann echt gut werden (zum Beispiel die Tortellinisuppe). Und solche, die auf dem Papier total gut aussehen, wo einen das Ergebnis aber nicht wirklich vom Hocker haut. Zu „solchen“ gehört auch der Rouladen-Schichtbraten, auf den ich durch ein Leckerschmecker -Video aufmerksam geworden bin. Hey, all die leckeren Rouladen-Zutaten in einem schönen, dicken Braten, der beim Aufschneiden dann so schön „gestreift“ aussieht? Das muss doch auch im Slowcooker zu garen sein, oder?

Rouladenbraten aus dem Slowcooker

Um es kurz zu machen: Klar geht das. Und jetzt kommt das große ABER: Es macht einen Haufen Arbeit. Viel, viel mehr als „normale Rouladen“, die man für die Zubereitung im Slowcooker ja nicht mal binden muss – mit einem Zahnstocher zusammen stecken und kurz von einer Seite anbraten reicht. Diesen Schichtbraten muss man dagegen sorgfältig stapeln und sorgfältigst binden, damit er sich beim Anbraten nicht in seine Bestandteile auflöst. Dann muss man ihn sorgsam in den Slowcooker geben und nach der Garzeit sorgsamst heraus heben. Und im Ergebnis hat man ganz normalen Rouladengeschmack plus einen Haufen Arbeit plus einen 30sekündigen Aha-Effekt der Esser, bevor denen die Schichten auf dem Teller sowieso zerfallen.

Fazit: Kann man machen, muss man nicht machen – ich tue mir das Gebastel mit Fleisch jedenfalls nicht mehr an 😉

Rouladenbraten aus dem Slowcooker

Aus dem Slowcooker: Rouladen-Schichtbraten
 
Ja, der ist lecker. Ja, der sieht gut aus. Aber dieser geschichtete Rouladenbraten macht auch einen Haufen Arbeit für "ganz normalen" Rouladengeschmack. Also vielleicht das richtige Rezept für Weihnachten und/oder Food-Bastler, für mich eher nicht. Ich habe das Rezept in einem 3,5-l-Topf zubereitet. Für mehr Rouladen und Portionen muss es wohl ein größerer Slowcooker sein.
Autor:
Ergibt: 6 - 8 Portionen
Zutaten
  • 9 Rouladen (groß), etwa 1,4 kg
  • Salz, Pfeffer
  • 3 - 4 EL Senf
  • 100 g Frühstücksspeck in feinen Scheiben
  • 3 Gemüsezwiebeln, in feinen Ringen
  • Gurkenscheiben aus dem Glas, etwa 100 g
für die Sauce:
  • 2 Möhren, geputzt, in Würfeln,
  • ½ Stange Lauch, in Ringen
  • 1 Stück Sellerie, etwa mandarinengroß
  • 100 ml Rotwein
  • 150 ml Rinderfond
Zubereitung
  1. Zwei Rouladen leicht überlappend auf die Arbeitsfläche legen. Salzen, pfeffern, mit Senf bestreichen, mit zwei Speckscheiben, einigen Zwiebelringen und Gurkenscheiben belegen.
  2. Den Rand einklappen, so dass sich ein Viereck ergibt. Anschließend zwei neue Rouladen auflegen und ebenfalls wieder belegen.
  3. Nach vier Schichten mit der einzelnen übrig gebliebenen Roulade abschließend und das "Päckchen" sehr sorgsam mit Küchengarn fixieren und verschnüren.
  4. Den Rouladenbraten vorsichtig in einem Bräter in einigen EL Öl von oben und unten anbraten, in den Slowcooker heben (3,5 l oder etwas größer).
  5. Das Gemüse und restliche Zwiebelringe ebenfalls im Bräter anrösten, mit Wen und Brühe ablöschen und den Fond auf den Braten geben. Auf Stufe LOW etwa sechs bis sieben Stunden garen (in einem eher schnell garenden Crock-Pot).
  6. Braten vorsichtig heraus heben, Sauce mit einem Pürierstab glatt quirlen, nach Wunsch mit angerührter Speisestärke oder Mehl andicken, abschmecken.
Bemerkungen
Bei uns gab es Rahmwirsing und Semmelknödelauflauf (auch aus dem Slowcooker) dazu.

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7 Kommentare

  • Antworten
    Kori
    24. November 2017 um 12:12

    ….sieht aber sehr lecker und appetitlich aus.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      24. November 2017 um 12:16

      War es auch. Aber eben auch eine Schwe…arbeit 🙂

  • Antworten
    Judith
    25. November 2017 um 14:02

    Hi :-),

    wieder was aus der Kathegorie: kann man, muss man aber nicht (ich habe es schon beim Schauen des Videos als zu viel Gefummel verworfen). Aber eine Frage: ich sehe, dass Du das in dem CP mit DuraCeramic Topf gemacht hast, wäre es da nicht einfacher gewesen, das Fleisch direkt in dem Topf anzubraten oder habe ich da einen Denkfehler drin?

    Liebe Grüße und wie immer vielen Dank für Deine schönen Rezepte und leckeren Fotos (und uimgekehrt)

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      25. November 2017 um 17:03

      Nee, du hast recht – aber auf den Gedanken bin ich gar nicht gekommen, weil ich einfach am liebsten in meinem Bräter anbrate 😉 Und das habe ich getan und mich DANN entschieden, welchen Topf ich zum Garen nehme… Bei mir stehen ja immer ein paar auf dem Küchenwagen.

      • Antworten
        Judith Weisgerber
        25. November 2017 um 23:08

        Ja die Glücklichen mit Riesenküche… Ich bin ja schon froh, EINEN dauerhaft stellen zu können…
        Habe so eine Mini 80er Jahre Küche.

  • Antworten
    Günter Hornburg usw.
    18. Dezember 2017 um 16:33

    erinnert mich an meine Rehlasagne … sollte ja ursprünglich auch Roulade werden

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      18. Dezember 2017 um 16:35

      Stimmt 😉

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