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4 In Slowcooker allgemein

Gerätetest: Der Multikocher SLCOOK30 von HKoenig

Gerätetest Multikocher HKoenig

Nummer 5 lebt! Nee, Ähnlichkeit mit dem niedlichen Roboter aus dem gleichnamigen 80’s -Film ist zwar vorhanden, aber hier handelt es sich um einen Multikocher – den SLCOOK30 von der Firma HKoenig, eine Marke, die ich bisher noch gar nicht kannte. Sie hat ihren Ursprung in Nachkriegszeiten im Ruhrgebiet, vertreibt ihr Sortiment (Elektro-Kleinegräte) inzwischen aber von Paris aus.

Auf der Funkausstellung Berlin fiel mit am HKoenig-Stand „Nummer 5“ ins Auge – chromblitzend und mit einem blauen und einem roten Auge. Nach einem Gespräch mit dem netten Vertriebsmitarbeiter wurde er mir dann nach Hause geschickt – und inzwischen habe ich ihn ein paar Mal ausprobiert.

SLCOOK30 – die Eckdaten

Das matte (und daher fingerspuren-empfindliche) Edelstahl-Gerät ist noch nirgendwo erhältlich – aber laut Hersteller wird es noch in diesem Jahr bei Amazon angeboten und zwar zu einem Preis zwischen 90 und 100 Euro. Der herausnehmbare Innenbehälter hat laut Gebrauchsanleitung ein Volumen von 5,5 Litern und ist antihaft-beschichtet. Die Nennleistung beträgt 1350 Watt, also erheblich mehr als ein „normaler“ Slowcooker. Kein Wunder, denn das Gerät kann nicht nur schongaren, sondern hat mehrere Heizmodi:

  • Slow Cooking (Stufen LOW, HIGH und WARM) mit Timer, der sich in halbstündigen Schritten programmieren lässt. Startverzögerung gibt es nicht.
  • Herd mit den Stufen LOW und HIGH zum Dünsten/Garen und Anbraten
  • Backofen mit Gradangaben zwischen 120 uns 220 Grad in Intervallen von 15 Grad
  • Dampfgarer, bei dem die Gardauer über die Flüssigkeitszugabe geregelt wird. Als Zubehör gibt es ein Gitterrost als Einsatz.

Der Multikocher SLCOOK30 im Praxistest

Erstes Gericht (und damit Messlatte)  ist bei fast allen meinen Gerätetests eine simple Bolognese. Dabei fiel mir gleich auf: Schon mit etwa 4 Litern Inhalt ist der Topf sehr hoch befüllt. Wie da 5,5 Liter hinein gehen sollen, ist mir nicht klar… Die versprochene MAX-Marke im Topf habe ich zudem nicht gefunden. Der Topf köchelt (anders als Slowcooker sonst) nicht vom Rand, sondern „von der Mitte her“ – kein Wunder, da befindet sich die Hitzequelle, die ja schließlich auch zum Anbraten etc. erheblich höher heizen muss. Auf LOW war die Bolognese eher schnell gar.

Gerätetest Multikocher HKoenig

Nächstes Gericht:  Ich habe eine Wildschweinkeule erst angebraten, dann auf „LOW“ im Schongar-Modus weiter gegart. Das Anbraten klappt wirklich gut, die Keule wurde ordentlich braun und zog nicht nur Flüssigkeit. Aber: Das Gerät heizte sich so sehr auf, dass anschließend von Schongaren nicht die Rede sein konnte, es köchelte heftig im ganzen Topf (Video). Mit dem Angießen von kaltem Fond habe ich das dann „abgestellt“.

Dritter Test: Ich habe den Backmodus verwendet und Eierlikörmuffins gebacken, indem ich kleine Metallförmchen auf das Rost gestellt habe (siehe Foto ganz oben). Das klappte auch gut. Wegen des kleinen Garraums bekommt man aber leider keine anderen Backformen darin unter und den Topf selbst kann man auch nicht als Backform oder für Brot nehmen – es heizt nur nämlich nur von unten her und dort würde es dann anbrennen. Aber ein kleineres Fleischstück auf dem Rost oder ein Mini-Auflauf sind vorstellbar.

Mein Fazit

Der SLCOOK30 von HKoenig ist ein gut verarbeiteter, günstiger Multikocher. Die Anbratleistung stimmt (selten bei Multikochern), das Schongaren findet allerdings sehr auf der heißen Seite statt. Nettes Gimmick, zum Beispiel für den Einsatz im Ferienhaus o.ä. ist die Möglichkeit, dampfzugaren oder zu backen. Erfreulich: Die Bedienungsanleitung ist gut übersetzt (ein paar Rezepte wären aber nett) und der Topf lässt sich einfach über Drehregler bedienen, ohne dass man ständig irgendwelche Tasten drücken oder Einstellungen bestätigen muss.

Die Firma HKoenig hat mir das Gerät zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit war kein weiteres Honorar oder eine Verpflichtung verbunden, darüber zu berichten. Dieser Artikel entspricht daher zu 100 Prozent meiner persönlichen Meinung.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Babs
    17. November 2017 um 20:53

    Danke ,
    für deine Mühe die Du dir immer machst und uns damit Enttäuschungen ersparst 🙂

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      18. November 2017 um 16:52

      Ach, so enttäuschend fand ich den nicht. Aber die eierlegende Wollmilchsau ist er halt auch nciht 😉

  • Antworten
    Weihnachtsbraten aus dem Slowcooker: Wildschweinkeule | Langsam kocht besser
    18. Dezember 2017 um 11:18

    […] Zubereitet habe ich die Keule übrigens in einem Multikocher der Marke H.Koenig, den ich gerade teste. In dem kann man anbraten, „normal“ kochen, langsam garen und sogar backen. Die ausführliche Besprechung steht hier. […]

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