0
12 In Küche & Wohnen

Küchenplanung Schritt 3: Die Entscheidung

Küchenbaustelle

Oh, das klingt dramatisch, nicht? „Die Entscheidung“, Trommelwirbel… Dabei verlief das undramatisch und konfliktfrei: Zwei Küchenplaner, die mir ein Angebot erarbeitet hatten, waren auf (fast) dieselben Lösungen für meine eher besonderen Anforderungen und den zukünftigen Raum gekommen. Auch der Preis stimmte für die angebotenen Geräte und Materialien auf den ersten Blick überein. Küchenplaner drei hatte einen ganz anderen Zuschnitt gewählt, der mir nicht so gut gefiel und schien mir zudem in der Rolls-Royce-Preisklasse zu spielen.

Die neue Küche, Kücheninsel
Blick aus der „Küchenecke“ mit TK, Kühlschrank, Backofen über die Kücheninsel nach draußen in den (späteren) Garten. In die Fensterecke kommt übrigens kein Minisitzplatz, sondern mein Fototisch – dort ist das Licht zum Fotografieren einfach am besten! 

So blieben zwei Kandidaten übrig, mit denen ich ihre Entwürfe nochmals durchging und wichtige Details konkretisierte:

  • Welche Geräte welches Herstellers umfasst das Angebot? Erfüllen die Geräte meine Anforderungen (Pyrolyse-Reinigung im Backofen, Anzahl Kochfelder beim Induktionsherd, Durchsatz Dunstabzugshaube, Größe der Kühlgeräte, Geschirrspüler ohne Besteckschublade – ich hasse nichts mehr, als schmutziges Besteck anzufassen!)
  • Wie genau sieht die Innenausstattung der Schubladen und Auszüge aus?
  • Umfasst das Angebot ausreichende Beleuchtung, Leuchtmittel und Montage der Beleuchtung?
  • Welche Mischbatterie wurde gewählt, welches Spülenmodell – mit Schneide/Abdeckbrett wie besprochen oder ohne?
  • Welche Farben für die Keramikarbeitsplatte und welche Griffe kann ich wählen?
  • Werden die Geräte angeschlossen oder muss ich externe Handwerker bestellen?
  • Mit welchen Zusatzkosten müsste ich möglicherweise noch rechnen?

Bei meinen beiden „Favoriten“ lautete die Antwort auf die letzte Frage „Keine“. Die „All inclusive“-Angebote mit Festpreis lagen allerdings leicht über dem, was ich eigentlich ausgeben wollte – damit kam mein Budget zum allerersten Mal zur Sprache. So setzte ich zum einen bei der Ausstattung ein bisschen den Rotstift an  (die abgehängte Reling über der Kücheninsel fiel weg) und fragte andererseits die Anbieter, ob sie sich preislich noch etwas bewegen könnten. Was sie denn auch taten: Es gab noch etwas Rabatt und ich darf später 3 Prozent Skonto abziehen. Ja, „50 Prozent auf alle freigeplanten Küchen“ gibts nun mal nicht von Küchenstudios – dafür aber auch keine von vorneherein überhöhten Mondpreise 😉

Den Ausschlag gab letztendlich das Urteil zweier Bekannter und des Architekten, die mit Anbieter A aus dem Nachbarort schon sehr gute Erfahrungen gemacht hatten. Schade für Anbieter B, der auch einen sehr professionellen Eindruck hinterließ, aber leider keinen persönlichen Fürsprecher in meinem Umfeld hatte. Vielleicht kommen wir bei der nächsten Küche zusammen 😉

Küchenbaustelle

Kann mans erkennen? Die Kücheninsel findet hinter dem Durchgang zum Wohnzimmer ihren Platz, ganz hinten in der Ecke (die dann noch ein Oberlicht bekommt) landet der „Küchenblock“. Der vom Planer etwas hässlich gezeichnete alte Geschirrschrank (in braun) ist in Wirklichkeit ein tolles Erbstück!

Blick in die neue Küche

Skizze der neuen Küche

Und das war der Entwurf von Planer 2 – sehr ähnlich gelöst. Durch die „tote“ Ecke hätte ich weniger Stauraum gehabt, dafür cleanere Optik.

Vielleicht gefällt Ihnen auch...

12 Kommentare

  • Antworten
    Ulrike
    9. März 2018 um 14:37

    Geschirrspület nur noch mit.Besteckschublade 😉Wie unterschiedlich die Anforderungen doch sind

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      9. März 2018 um 16:13

      Ja, das ist so ein bisschen ein persönlicher Tick 😉 Das eine ist halt einfacher einzuräumen, das andere easy-peasy auszuräumen…

  • Antworten
    Karin
    9. März 2018 um 17:14

    Also mir persönlich gefällt die Lösung mit mehr Stauraum auch besser, wirkt mehr wie aus einem Guß! Tja die Besteckschublade im Geschirrspüler -schwierig! Bei mir hieß es bei meinem Maxi-Geschirrspüler: Entweder Besteckschublade, dann weniger Verstellmöglichkeit in der Höhe oder oben nur ein kleines Fach für die Messer und ein Besteckkörbchen unten. Ich habe mich für die letztere Lösung entschieden: die Messer werden sehr schön sauber oben und ich kann sogar Platzteller unten in die Maschine stellen ohne das obere Rack zu verstellen, also im Nachhinein eine gute Entscheidung. Aber immer diese Qual, ob man das nun richtig entschieden hat!!! Weiterhin viel Erfolg beim Umbau!
    Liebe Grüße
    Karin

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      9. März 2018 um 17:56

      Bei der Besteckschublade ist’s ja fast noch einfach, pro oder contra zu entscheiden – aber bei den Fliesen!!! Da überlege ich schon seit Wochen immer wieder hin und her…

      • Antworten
        Karin
        10. März 2018 um 13:53

        Da du deinen schönen Erbschrank -dunkles Holz- integrieren möchtest und der Blick in den Garten geht, würde ich bei den Fliesen zarte Beige-, Braun- oder Gelb-, Grüntöne wählen. Ich habe mir damals Musterplatten vom Händler mitgenommen und hingelegt bzw. gegen die Wand gelehnt, damit man das in Natura sehen kann. Das hat mir sehr geholfen, ich habe mich dann sogar für die etwas dunklere Bodenfliese entschieden, die ich vorher nicht so gut fand, weil sie auf dem Boden ganz anders wirkte – der Lichteinfall macht viel aus, ebenso die Größe und das Format, ob quadratisch oder rechteckig!
        Liebe Grüße
        Karin

      • Antworten
        Gabi Frankemölle
        10. März 2018 um 16:13

        Ja, wir haben uns eine „sandsteinfarbene“ Fliese ausgesucht. Und zumindest zum dunklen Holz passt die auch. Mit dem vor Ort ansehen ist schwieirig – das ist aktuell noch der totale Rohbau 🙂

  • Antworten
    Sivie
    9. März 2018 um 17:43

    Ich würde mich heute auch Ulrike anschliessen. Aber beim Kauf hatten wir erstmal den Korb vom Vorgänger behalten 😉

  • Antworten
    Wendy
    10. März 2018 um 15:48

    Ich habe seinerzeit mit meiner Küchenplanung auch fast meinen Doktor gemacht – aber zum einen war es meine erste richtige Küche, über die ich entscheiden konnte (sonst war es immer einfach was, was ich mit der Wohnung übernommen hatte oder aber es mußte billig sein – also ein paar Baumarktschränke und gut).
    Und ich verdiene mein Geld zu schwer, als daß ich mich auf Gedeih und Verderb einem „50 % außer Tiernahrung“-Anbieter übereigne. Ich war am Ende meiner Vorplanung so klar in meiner Entscheidung, daß ich die Bestellnummer jedes Schrankes im Schlaf runterbeten konnte, weil ich alles x mal umgestellt und arrangiert hatte. So konnte ich aus einem dieser Flugzettel tatsächlich eine Küche aus der Werbung anhand des Bildes so aufdröseln, daß ich wußte – dieses Dumping-Angebot kann ich so umarrangieren, daß ich jedes einzelne Teil in meiner Küche verwenden kann und ganz wenig Zusatzteile brauche. Ich war der Albtraum des Möbelhauses. Und habe meine Traumküche…. genau innerhalb meines Budgets.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      10. März 2018 um 16:12

      Dr. Cuis. – grins! Ja, das klingt sehr systematisch, wie du das angegangen bist. Aber so kriegt man auch, was man braucht und bezahlen kann…

  • Antworten
    Jennifer Ertel
    10. März 2018 um 17:48

    Ich kann verstehen das Du dich für diese Lösung entschieden hast. Das einzige was mir nicht gefällt ist das mit den Barhockern vor der Kochinsel. Bin halt mehr der Eckbank Fan. Ich habe damals auch auf einen Kücheneinrichter vor Ort entschieden. Der persönlich alles ausgemessen hat und meine Wünsche berücksichtigt. Ich hab unten einen Besteckkorb und finde das gut. Wenn ich heute nochmal planen würde hätte der Geschirrspüler einen höheren Platz zwecks befüllen und ausräumen. Ich freu mich das Du deine Traumküche gefunden hast und viel Spaß damit. Bin gespannt auf die neuen Fotos.
    LG Jenny

  • Antworten
    Gustav Sucher
    19. Oktober 2018 um 9:15

    Tolle Entwürfe sind das! Ich mag diese Küchen, die eine Bar haben. Dort fühle ich mich wohl. Leider ist unser Raum mit dem Anschluss etwas zu klein und es passt keine Bar rein. Ich muss mal sehen, wie ich das angehe. Danke für den tollen Blog Beitrag!

  • Antworten
    Leo Gucker
    4. Dezember 2018 um 9:54

    Küchen zu planen macht mir irgendwie Spaß. Ich weiß nicht warum, aber das liegt vielleicht daran, dass man neue intelligente Dinge in eine Küche einbauen kann. Ich baue zum Beispiel eine hochintelligente Küchenbeleuchtung in meine Küche ein. Das wird ein visueller Schmaus. Danke für den Blog!

  • Kommentar schreiben