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20 In für Slowcooker

All you need is… Schmorgerichte: Spanferkel-Schwarzbierbraten aus dem Slowcooker

Rollbaten aus dem Slowcooker

Rollbaten aus dem Slowcooker

Als bekennender Küchen-Snob gruselt es mich, wenn jemand Küchengeräte missbraucht. Es gibt bei mir also keinen portionsweise im Thermomix gekneteten Teig, Eggs Benedict aus der Mikrowelle oder im Slowcooker “gebackene” Bubble-Pizza. Nee, Küchengeräte sollte man dafür nutzen, wofür sie WIRKLICH geeignet sind – und beim Slowcooker sind das definitiv Schmorgerichte.

Rollbraten im Slowcooker

Als sich also “Schmorgerichte” als Motto der Januar-Edition vom Bloggerevent “all you need is…” heraus kristallisierten, kam mir gleich mein Weihnachtsbraten in den Sinn. Im 6,5-l-Topf schmurgelten zwei Spanferkel-Rollbraten für 12 Gäste still vor sich hin, im rechteckigen 3,5er-Schongarer dazu ein Semmelknödelauflauf  – und für mich als Gastgeberin bedeutet das stressfreies Kochen. Denn beim Schmoren im Slowcooker kommt es nicht auf die Minute, nicht mal auf die Stunde an. Garpunkte vermasseln, Übergaren und Trocken werden geht kaum – ehrlich! Selbst quasi zerfallendes Fleisch ist immer noch saftig und die Saucen aus dem Slowcooker sind durch die lange Ziehzeit ausgesprochen aromatisch.

Anbraten im Topf, fertig garen im Slowcooker

Schmorgerichte gibts bei mir also nur aus dem Slowcooker – aber den “normalen” schweren Schmortopf setze ich zusätzlich ein. Nämlich zum Anbraten, damit Saucen schön dunkel werden und Röstaromen bekommen. Ja, viele Slowcooker-Köche/innen verzichten auf diesen Schritt, aber hallo, Küchen-Snob hier 😉  Nee ernsthaft: Ich habe schon mal bei Rouladen ausgetestet, ob Anbraten oder Nicht-Anbraten beim Garen im Slowcooker einen Unterschied macht. Für mich macht es das trotz des zusätzlichen Abwaschs: Saucen werden geschmacklich irgendwie “tiefer” und das Fleisch sieht mit Kruste einfach appetitlicher aus als “gekocht”.  Aber wer’s weniger genau nimmt, lässt es einfach – soooo groß ist der Unterschied nun auch wieder nicht.

Rouladen vergleich
Der Vergleich: Rouladen aus dem Slowcooker, links mit Anbraten, rechts ohne. 

Spanferkel-Braten mit Schwarzbiersauce

Spanferkel-Braten mit Schwarzbiersauce

Ergibt: 12 Portionen

Das war mein diesjähriger Weihnachtsbraten aus dem 6,5-l-Slowcooker für 12 Gäste. Wer eine weniger große Runde verpflegen möchte, bereitet einfach die Hälfte im 3,5-l-Topf zu. Als Beilagen zum Braten mit seiner köstlich-herben Sauce gab es bei uns Semmelknödelauflauf und Wirsing mit Pfifferlingen.

Zutaten

  • 2 Spanferkel-Rollbraten zu je 1,3kg
  • 2 EL Senf (scharf)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 Bund Suppengemüse, geputzt und gehackt
  • 2 Zwiebeln, in groben Stücken
  • 1 Flasche Schwarzbier (500 ml)
  • 200 ml Rinderfond
  • Kümmel, Salz, Pfeffer

Zum Binden der Sauce:

  • 1 EL Mehl, angerührt mit 4 EL Wasser

Zubereitung

  • Die Bratenstücke mit Senf einreiben, salzen und pfeffern. In sehr heißem Butterschmalz in einem Bräter rundum braun anbraten und in den Slowcooker legen. Auf Stufe LOW anstellen.
  • Im Bräter auch das gehackte Suppengemüse und die Zwiebeln anrösten. Mit Schwarzbier und Fond ablöschen und abschmecken mit Salz, Pfeffer und etwas Kümmel. Über das Fleisch gießen.
  • Auf Stufe HIGH etwa 3,5 Stunden fertig garen, auf LOW sind es sechs bis sieben. Braten entnehmen und Bratensauce mit Gemüsen pürieren. Falls notwendig, mit angerührtem Mehl andicken.
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    Das Schmorgerichte-Special findet ihr im übrigen auch noch auf vielen anderen Foodblogs – schaut mal rein bei:

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    20 Kommentare

  • Antworten
    Ulrike
    13. Januar 2019 at 11:01

    Genau so etwas hat sich der Inschennör gewünscht! Gekauft!

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      14. Januar 2019 at 9:33

      Ja, komisch – Kichererbsen-Kürbis-Topf wünschen sich Männer irgendwie nie 😉

  • Antworten
    Sigrid
    13. Januar 2019 at 11:19

    Das perfekte Festtagsgericht für diesen Topf. Klasse, dass es hier nicht auf die Minute ankommt, mit Geduld schmeckt es besser.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      14. Januar 2019 at 9:34

      Und bei Schmorgerichten sowieso 😉

  • Antworten
    Steph
    13. Januar 2019 at 11:57

    Oooh, wie lecker! Da hätte ich mich auch gerne an den Tisch gesetzt!

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      14. Januar 2019 at 9:35

      Danke, Steph – und wenn du ein bisschen bei deinem unendlichen Fundus wunderschöner Geschirre mitbringst, hätte der Tisch auch großartig ausgesehen 😉

  • Antworten
    Tina von LECKER&Co
    13. Januar 2019 at 12:12

    Waaaahhhh – ich liebe Spanferkel. Kannte es bisher nur in Form von Schäufele aber dein Braten sieht ja sowas von köstlich aus!

    Liebe Grüße,
    Tina

  • Antworten
    Brotwein
    13. Januar 2019 at 13:01

    Der Rollbraten sieht super aus. Vor allem Biersaucen mag ich bei Schwein sehr gerne. Lieben Gruß Sylvia

  • Antworten
    Barbara
    13. Januar 2019 at 13:16

    Der Slowcooker ist wirklich prädestiniert für Schmorgerichte! Dein Rezept mit dem Schwarzbier drin stelle ich mir super vor!

  • Antworten
    Tanja Foodistas
    13. Januar 2019 at 14:30

    Liebe Gabi,
    jetzt brauche ich einen Spanferkelbraten, denn deiner lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
    Liebe Grüße Tanja

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      13. Januar 2019 at 14:32

      Danke, Tanja – den habe ich bei uns im Großmarkt gesehen 😉

  • Antworten
    Marie-Louise
    13. Januar 2019 at 15:42

    Spanferkel essen mein Mann und ich so gerne, dass es das sogar zu unserer Hochzeit gab. Aus dem Slowcooker kenne ich es allerdings noch nicht, klingt aber wunderbar! Ich bin auch immer fürs Anbraten bei Schmorgerichten, auf die Röstaromen würde ich nie verzichten wollen. Semmelknödelauflauf klingt aber auch toll! Bei uns gab es neulich Semmel-Serviettenknödel…mhhh!

    Liebe Grüße
    Marie-Louise

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      13. Januar 2019 at 17:20

      Ja, damit kann man so schön die Sauce aufstippen… Wenn man das als “Auflauf” im Slowcooker macht, entgeht man dem Knödeltrauma der zerfallenden Kugeln 😉

  • Antworten
    Doris Dempewolf
    13. Januar 2019 at 16:37

    Wie toll ist das denn???? Super-einfach und straffrei im Slow Cooker kochen. Bravo! Das Rezept wandert definitiv in meinen Rezeptschatz.

  • Antworten
    Julia
    13. Januar 2019 at 21:21

    Liebe Gabi,
    so geht es mir auch, bei Schmorgerichten ist man einfach flexibler und es muss nicht auf die Minute genau alles fertig werden. Perfekt für den gemütlichen Winter! Ein tolles Rezept!
    Viele Grüße,
    Julia

  • Antworten
    Patrick
    14. Januar 2019 at 8:37

    ui, noch nie gegessen. Aber….diese Soße hört sich schon fantastisch an – wunderbar

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      14. Januar 2019 at 8:50

      Schmeckt auch zu “normalem” Schweinebraten 😉

  • Antworten
    Maja von moey's kitchen
    14. Januar 2019 at 13:40

    Ich kann mich nicht erinnern schon jemals Spanferkel als Rollbraten gegessen zu haben. Das klingt unfassbar zart und lecker!
    Und jedes Mal wenn ich an dich und deinen Blog denke, nehme ich mir ganz fest vor den Slowcooker wieder öfter zu benutzen 🙂

    Viele Grüße
    Maja

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      14. Januar 2019 at 15:29

      Ja, manchmal vergisst man den einfach, weil man ihn weggeräumt hat (ja, geht sogar mir so), aber spätestens wenn ich ne Suppe oder Eintopf kochen möchte, macht er sowas von Sinn…

  • Antworten
    Nachlese: Das Weihnachtsmenü 2018 - bayrisch & bauen | Langsam kocht besser
    17. Mai 2019 at 17:26

    […] Hauptgang gab es Spanferkel-Rollbraten in Schwarzbiersauce (Rezept hier verbloggt), dazu viel köstliche Sauce und den Semmelknödel-Auflauf aus meinem internationalen […]

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