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8 In für Slowcooker

Aus dem Slowcooker: Lasagne mit Spinat und Ricotta

Lasagne aus dem Slowcooker

Lasagne im Slowcooker – davor bin ich bisher zurück geschreckt. Nicht weil ich glaube, dass die Garmethode Slowcooking dafür nicht geeignet ist. Nein, ich fand, dass Slowcooker dafür nicht geeignet sind. Jedenfalls würde ich (als optischer Snob) ungern eckige Nudelplatten in eine ovale Form friemeln und später eine zehn Zentimeter dicke Nudelauflauf-Schicht auf einem 3,5-l-Topf hieven. Natürlich schmeckt das genauso – aber es sieht halt nicht gut aus. Und lässt sich nicht fotografieren – egal wie sehr die anderen auch von Slowcooker-Lasagne schwärmen 😉

Die Mia kocht Lasagne

Jetzt aber gab es bei mir doch Slowcooker-Lasagne – und zwar aus der Mia, einer Art rechteckiger Slowcooker-Auflaufform (ausführliche Gerätevorstellung siehe hier). In die kann man wunderbar schichten – in meinem Fall Hack, gekaufte Tomatensauce (oder stattdessen eigene Bolognese-Sauce nehmen), Ricotta, Reibekäse, Parmesan und frischer Spinat. Was soll ich sagen? Das Ergebnis hat mich sowas von positiv überrascht – ein tolle, milde, gut durchgezogene Lasagne, aber nicht matschig (was ich befürchtet hatte). Zudem ergibt so eine „Mia“ voll Lasagne gleich mindestens acht Portionen. Da lohnt sich der Aufwand des Schichtens und anschließend hat man 3,5 Stunden (auf HIGH) oder 6 bis 7 (bei Stufe LOW) Ruhe. Genial!


Lasagne mit Spinat und Ricotta
 
Lasagne aus dem Slowcooker? Ja, das klappt wunderbar - wenn man einen flachen "Auflauf-Slowcooker" (von Mia, 3,5 l) hat oder einen 6,5 l Topf benutzt. Für den muss man die Lasagnenudeln natürlich etwas zurecht knicken. In jedem Fall zieht der Auflauf schön durch, wird aber nicht matschig. Selbst gemachte Tomatensauce ist natürlich zu bevorzugen - aber die eingefrorene Marinara, die ich benutzen wollte, erwies sich als Chili. Daher musste ich improvisieren und habe 800 g fertige Pastasauce genommen. Verwendet man selbst gemachte Bolognese, spart man das Fleisch anbraten und braucht man etwa 1,2 - 1,3 Liter.
Autor:
Zutaten
  • 600 g gemischtes Hack
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Prise Fenchel
  • optional Zwiebel- und Knoblauchgranulat
  • 1 EL Öl
  • 2 Gläser Basilikum-Tomaten-Pastasauce (zu je 400 g)
  • 12 - 16 Lasagnenudeln (die Sorte, die man nicht vorkochen muss)
  • 500 g Ricotta
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 200 g geriebener Mozzarella oder Pizzakäse
  • 100 g frischer Spinat, gewaschen und entstielt (ersatzweise TK-Blattspinat, aufgetaut und sehr gut abgetropft)
Zum Garnieren:
  • einige Blättchen Basilikum oder glatte Petersilie
Zubereitung
  1. Das Hack mit den Gewürzen in einer beschichteten Pfanne ohne weiteres Fett schön braun und krümelig braten, beiseite stellen.
  2. Den Slowcooker mit etwas Öl ausstreichen, ein bis 2 EL Sauce darin verstreichen, dann eine Lage Lasagnenudeln darin auslegen.
  3. Ricotta mit dem Parmesan verrühren und etwa ¼ der Menge mit einem Teelöffel auf die Nudeln klecksen. Dann Tomatensauce esslöffelweise dazwischen geben, Käse und Hack aufstreuen und zuletzt einige Spinatblätter. Noch zwei- bis dreimal wiederholen: Nudeln - Ricotta - Tomatensauce - Käse - Hack - Spinat. Oben abschließend ohne den Spinat.
  4. Auf Stufe HIGH etwa 3 bis 3,5 Stunden garen, auf LOW sind es 6 bis 7. Mit Basilikum oder Petersilie garniert servieren.

Rezept

Lasagne in der Mia

Noch ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte dieses Rezeptes: Ja, ich verwende hier ein Fertigprodukt und ja, ich schäme mich ein wenig dafür 😉 Aber zu meiner Rechtfertigung muss ich sagen, dass ich eigentlich eingefrorene Marinara nehmen wollte. Die erwies sich nach dem Auftauen aber als Chili con Carne. Also habe ich Hack aus dem Vorrat (Rezept in Langsam kocht (einfach) besser) verwendet und zwei Gläser Fertigsauce gekauft. Mit selbst gemachter Bolognese (etwa 1,2 l) ist die Lasagne bestimmt viel besser!

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8 Kommentare

  • Antworten
    Dirk Franke
    9. Januar 2019 um 18:33

    Ich weine jetzt ein wenig, weil ich das Gerät verpasst habe.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      14. Januar 2019 um 9:32

      Wenn die schlau sind, bringen die es nochmal, wenn sie nachgeordert haben 😉

  • Antworten
    Karo
    12. Januar 2019 um 17:19

    Nachdem ich glücklicherweise noch ein Exemplar der „Mia“ erstanden hatte. Habe ich gleich heute diese Lasagne ausprobiert. Gestern im „normalen“ 3,5ltr. Crocky die Bolognese gekocht und heute in der Mia die Lasagne. Hat uns wirklich sehr gut geschmeckt. Absolut empfehlenswert. Echt immer wieder krass, vormittag vorbereiten und wenn man nach Hause kommt ist das Essen fertig. Nächstes Mal werde ich am Ende noch Käse drübergeben und noch kurz im Ofen überbacken. Da ich heute schon so neugierig auf das Ergebnis war, wollte ich nicht noch länger warten.
    Lg Karo

  • Antworten
    Thomas Erhard
    13. Januar 2019 um 16:53

    Hallo Frau Frankemölle,

    ist das Rezept nun für den 3,5 Liter oder für den 6,5 Liter Topf? Im Text steht beides. Ich kann jedoch keine Angaben finden für welchen der Beiden die Menge erforderlich ist.

    Danke und Gruß,

    Thomas Erhard

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      13. Januar 2019 um 17:15

      Das ist für eine 3,5-er „Mia“ (also die flache Auflaufform) oder einen 6,5er… Steht aber doch genauso im Rezept?

  • Antworten
    Gerätevorstellung: Flacher 3,5 l-Topf von "Mia" | Langsam kocht besser
    15. Januar 2019 um 7:46

    […] Semmelknödelauflauf (Rezept im Buch „Langsam kocht (überall) besser“) und Lasagne (Rezept hier) wurden ganz wunderbar darin.  Und die Hähnchenkeulen „versoffen“ nicht in der Sauce, […]

  • Antworten
    Cornelia Seemann
    15. Januar 2019 um 15:50

    Lucky me! Nachdem ich gestern hier gelesen habe, daß NKD neulich die Mia hatte, bin ich heute losgezogen und konnte in der 2. Filiale das letzte Exemplar ergattern. Ich besitze bereits einen 3,5 und einen 6,5l Slowcooker und freue mich sehr über den Zuwachs. Und die Lasagne to come…. Vielen Dank für die tollen Rezepte!

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      15. Januar 2019 um 17:32

      Gerne 🙂

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