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4 In Backen

Helau! Karnevals-Berliner, die finale Edition…


Man sollte eben nicht nur Links speichern, sondern komplette Rezepte… Andernfalls kann es vorkommen, dass man sich zwar noch an das Rezept für die perfekte Eierlikör-Krapfenfüllung erinnert (siehe hier), aber der Verweis zu den “richtigen Faschingskrapfen”  nun ins Leere läuft. Und wenn man dann noch vergisst, dass man ein ähnlich gutes Teigrezept schon im Fundus hatte (siehe hier) und einfach irgendein beliebiges anderes nimmt, dann endet man erneut mit einer tollen Creme und einem suboptimalen Teigling. Ha, nie wieder – diesmal speichere ich Teig- und Füllungsrezept zusammen und hoffe, dass ich es im nächsten Jahr wieder finde…

Beschwipste Berliner zu Karneval

Beschwipste Berliner

Beschwipste Berliner

Ergibt: 16 - 20 Stück

Nur einmal im Jahr setze ich einen Topf Fritierfett an - zu Karneval. Und dann gibt es beschwipste Berliner - nach genau diesem Rezept. Seit über 10 Jahren 🙂

Zutaten

Für den Teig:

  • 125 ml Milch
  • 100 Gramm Butter oder Margarine
  • 500 Gramm Weizenmehl
  • 1 Pack. Trockenbackhefe
  • 30 Gramm Zucker
  • 1 Pack. Vanillin-Zucker
  • 3 Tropfen Bittermandel-Aroma
  • 1 Teel. Salz
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb

Für die Creme:

  • 1 Pack. Puddingpulver, Vanillegeschmack
  • 40 Gramm Zucker
  • 400 ml Milch
  • 50 Gramm Butter
  • 100 ml Eierlikör

Sonstiges:

  • Zuckerguss
  • Schokosauce
  • Fritierfett

Zubereitung

Puddingpulver mit Zucker vermengen. Nach und nach mit gut 6 EL Milch glatt rühren. Restliche Milch, Butter und Eierlikör aufkochen, vom Herd nehmen und angerührtes Pulver mit Schneebesen einrühren. Pudding erneut auf die Kochstelle stellen, unter Rühren einmal aufkochen. Puddingmasse kalt stellen, am nächsten Tag durch eine Tülle auf die Krapfen spritzen.

Für den Teig Mehl in eine Rührschüssel sieben und sorgfältig mit der Hefe vermischen. Übrige Zutaten und die warme Milch-Fett-Mischung hinzufügen und alles mit einem Handrührgerät (Knethaken) kurz auf niedrigster Stufe verrühren, dann auf höchster Stufe in etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Den Teig leicht mit Mehl bestäuben, aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten. Den Teig in 50 g schwere Stücke teilen und zu glatten Bällchen rollen. Teigbällchen zwischen 2 mit Mehl bestäubten Tüchern nochmals gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben.

In der Zwischenzeit das Ausbackfett in einem Topf oder einer Fritteuse auf etwa 180°C erhitzen, so dass sich um einen in das Fett gehaltenen Holzlöffelstiel Bläschen bilden.

Die Teigstücke portionsweise mit der Oberseite nach unten in das siedende Ausbackfett geben und Deckel schließen. Von beiden Seiten etwa zwei Minuten goldbraun backen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier gut abtropfen lassen.

Die Berliner auf einem Kuchenrost erkalten lassen und durchschneiden. Eierlikörcreme esslöffelweise (oder mit einem Spritzbeutel) auf die unteren Hälften geben, Deckel aufsetzen. Deckel mit Zuckerguss glasieren und mit Schokosoße dekorieren.

Notizen

Wer "normale" Berliner möchte, kocht keinen Pudding, sondern spritzt nach dem Backen mit einer spitzen Tülle etwas Marmelade in die Mitte der - nicht durchgeschnittenen - Krapfen.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Sivie
    7. März 2011 at 16:27

    Vielleicht eine Kategorie OPTIMAL einrichten 😉

  • Antworten
    sibylle
    7. März 2011 at 22:27

    klasse!!

  • Antworten
    Crockyblog » Blog Archive » Schnelles Backen: Quarkspitzen mit Rosinen
    17. Februar 2013 at 12:40

    […] Karnevalsberliner (siehe zum Beispiel hier und hier) sind inzwischen zur Tradition in unserer Familie geworden. Knapp 40 Stück in etwa vier […]

  • Antworten
    Schnelles Backen: Quarkspitzen mit Kartoffeln | Langsam kocht besser
    18. Februar 2019 at 14:17

    […] Ausnahme bildet der große Topf mit Pflanzenfett, den ich alljährlich zu Karneval ansetze, um die Karnevalsberliner darin zu fritieren. Weil das Fett aber durchaus mehr als einen Backvorgang verträgt, gab es auch […]

  • Antworten