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Alles was du zum Slowcooker wissen musst

Kochen mit dem Slowcooker

Alles, was du zum Slowcooker wissen musst

Na, habe ich euch auf Instagram neugierig gemacht auf das Thema Slowcooker? Ich hoffe doch! Denn der Slowcooker ist ein so unglaublich praktisches Küchenkleingerät, noch dazu günstig in der Anschaffung und simpel zu bedienen. Und er gibt euch Freiraum – indem er kocht und ihr halt nicht in der Küche stehen müsst.

Wie es genau funktioniert, was der Slowcooker alles kann (und was nicht), was man bei Zutaten und Zubereitung beachten sollte, habe ich auf Insta nur kurz angerissen. Wenn ihr mehr wissen möchtet, lest hier oder in meinem Grundkochbuch gerne weiter. Die Links in den Antworten führen zu Infoartikeln hier auf dem Blog, aber auch zu You-Tube-Beiträgen. Denn seit 2015 habe ich mit “Langsam kocht besser” auch einen YouTube-Kanal mit über 9000 Abonnenten.

Was ist ein Slowcooker? Wie funktioniert der Crockpot?

Der Slowcooker ist ein schwerer, glatter Keramikeinsatz, der in eine Art beheizbare Hülle gestellt wird. Der äußere Metallbehälter wird heiß, der Topf darin auch und zwar sehr langsam – das ist quasi Kochen in Zeitlupe unterhalb des Temperaturbereiches für richtiges, brodelndes Kochen. Slowcooker gibt es in rund oder oval, typischerweise fassen sie 3,5 Liter oder 6,5 Liter (mehr zur passenden Größe des Slowcookers im YouTube-Video).

Was ist der Vorteil von Slowcooking?

Beim Garen “in Zeitlupe” im Slowcooker spart ihr Strom und könnt das Gerät unbeaufsichtigt lassen. Ihr befüllt also den Einsatz mit vorbereiteten Zutaten, stellt den SLow Cooker an, geht zur Arbeit und kommt abends zu einer fertigen Mahlzeit zurück nach Hause! Ihr müsst zwischendurch nicht kontrollieren oder umrühren, wenn Füll- und Flüssigkeitsmenge stimmen. Die Küche heizt dabei nicht auf, Suppen und Eintopfgerichte gelingen hervorragend, Fleisch- und Schmorgerichte werden superzart. Hier stehen weitere wichtige Vorteile.

Hat Kochen mit dem Slowcooker Nachteile?

Natürlich! Welche Kochtechnik oder welches Gerät hat keine? Bevor Ihr euch einen Schongarer anschafft, solltet ihr bedenken, dass der Slowcooker die Einhaltung von zunächst ungewohnten Kochregeln und Disziplin erfordert (nein, Deckel NICHT dauernd öffnen!).  Außerdem klappt “eine ganze Mahlzeit aus einem Topf” nur bei Suppen, Eintöpfen und Aufläufen. Beilagen müssen separat gekocht werden. Vor allem gut organisierte Köch*innen und Familienfrauen kommen prima mit dem Schongarer klar, ist meine Erfahrung. Kreative Schnellköch*innen, die um fünf in den Kühlschrank schauen und um halb 6 essen möchten, dagegen weniger.

Brot backen im Slowcooker Ghee aus dem Slowcooker Eierlikörkuchen mit Erdbeersorbet

Was kann ich alles im Slowcooker / Crockpot machen?

Am besten gelingen im Slow Cooker Schmorgerichte mit und ohne Fleisch, Gemüsecurries, Suppen und Eintöpfe – also Speisen, die (zumindest) etwas Flüssigkeit enthalten. Scharf anbraten kann das Gerät nicht – aber erstaunlicherweise auch backen/dämpfen, zum Beispiel Rührteige und Aufläufe. Brot wird gar, hat aber keine schöne Kruste. Ideal ist der Slowcooker für Fleisch, gerade auch zähere Stücke, deren feste Strukturen durch die lange Garzeit butterweich werden. Auch Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) und feste Gemüse wie Kartoffeln und Möhren garen sehr gut im Slowcooker. Fisch und Pasta vertragen Slowcooking dagegen kaum – sie zerfallen: Welche Gerichte eignen sich am besten zum Slowcooking?

Kann ich im Slowcooker anbraten?

In Modellen mit Keramikeinsatz kann man nicht anbraten. Manche Schongarer haben aber einen Innentopf aus Metall, den man herausnehmen und auf den Herd stellen kann. Dann röstet man zB. Zwiebeln oder Fleisch an und stellt den Einsatz zum Fertiggaren zurück in die Slowcooker-Hülle. Bei einigen Multikochern (zB. Instant Pot, Ninja Foodie, Crockpot Express) lässt sich direkt im Gerät neben der Slowcooking- auch eine Anbratstufe einstellen. Im Übrigen bekommt ein Slowcooker zartes Gulasch und Rouladen auch ohne Anbraten hin (hier der Beweis) – die sind dann allerdings eher hell und nicht dunkel. Aus optischen Gründen brate ich also doch oft an und nehme den zusätzlichen Abwasch in Kauf. Es sieht einfach besser aus und die Röstaromen von Zwiebel, Gemüse und Fleisch bringen zusätzlich Geschmack ins Gericht.

Wie viel Strom verbraucht ein Slowcooker?

Slowcooker sind stromsparende Küchen-Kleingeräte – ein “Minitopf” mit 1,5 l hat gerade mal einen Nennverbrauch von 100 W (also wie früher eine helle Glühbirne), unter meinem 3,5er Modell von Crockpot steht 160 W. Multikocher mit Zusatzfunktionen (Anbraten, Dampfdruckgaren) verbrauchen erheblich mehr Strom und erst recht Induktions-Kochplatten oder der Backofen. Die Zubereitung im Slowcooker spart also Energie.

Was kosten Slowcooker?

Einfache Slow Cooker Modelle mit Keramik-Innentopf und manueller Bedienung gibt es bereits für 30 Euro.  Diese Geräte sind günstig, haltbar und der ideale Einstieg in die Slowcooker-Welt, so meine Erfahrung . Zwischen  50 und 100 Euro müsst ihr ausgeben, wenn ihr namhafte Hersteller (zB. Crock-Pot, Russell Hobbs) bevorzugt. Wünscht ihr Extras wie Anbrat-Innentopf, digitale Bedienung, Zeitvorwahl, Warmhaltestufe, Sous Vide Modus, werdet ihr ab 70 Euro fündig, könnt aber auch 150 ausgeben. Multikocher mit Dampfdruckmodus und Schongarstufe beginnen bei 100 Euro. Mein Video bei YouTube zum Thema Gerätemodelle & Funktionen: Klick hier

Ist Garen im Slowcooker gesund?

Es ist trotz der langen Garzeit definitiv nicht ungesünder als “normales” Kochen – beim Erhitzen von Lebensmitteln gehen aber immer Vitamine verloren. Wer das nicht möchte, muss Rohveganer werden 😉 Erstaunlicherweise vertragen übrigens Gemüse das lange Garen sehr gut und verkochen keinesfalls zu Brei. Im Gegenteil: Wegen ihrer festen inneren Struktur brauchen zB. Kartoffeln und Möhren länger als Rindfleisch. Hintergrundinfo bei YouTube: Die Unterschiede von Langsamgaren und normalem Kochen

Zutaten für Kürbischili aus dem Slowcooker Slowcooker mit Zutaten Küchenwagen mit Slowcookern

Was ist der beste Slowcooker / Crockpot?

Der beste Slowcooker ist der, der zu deinen Bedürfnissen passt! Suche Dir also also unbedingt die richtige Größe aus – kein zu großer, den du nur ein Viertel befüllst oder ein kleiner, der für deine Familie nicht ausreicht. Überlege dir, ob du teure Automatiken brauchst oder einfach eine günstige Zeitschaltuhr aus dem Baumarkt dazwischen hängst, um den Topf auszuschalten, wenn du nicht da bist. Eine weitere Entscheidungsfrage ist, ob du in einem (kratzempfindlichen) Innentopf anbraten oder weiter deine Lieblingspfanne benutzen möchtest. Und natürlich: Wie viel Wert legst du auf Extras, Markennamen und was möchtest du ausgeben? Alle diese Fragen zu Welchen Slowcooker soll ich kaufen habe ich auch in einem Video bei YouTube beantwortet.

Wieviel Grad hat ein Slowcooker?

Welche Temperaturen ein Slowcooker erreicht, hängt vom Gerätemodell und der Heizstufe (LOW / HIGH) ab.  Da die meisten Geräte nicht gradgenau arbeiten, kann man nur Zirka-Angaben machen – LOW ist üblicherweise etwas zwischen 75 und 85 Grad, HIGH zwischen 80 und 95. Wenn die Speisen beim Garen am Rand simmern, ist es vollkommen okay – brodelndes Kochen durch den ganzen Topf sollte nicht sein. Das ist dann kein wirkliches Schongaren mehr. 

Auf meiner slowcooker.de Webseite findest du eine Hersteller-Datenbank, der du entnehmen kannst, welche Marken und Geräte eher “Heißblüter” und welche eher “Schnarchnasen” sind – beide haben ihre Berechtigung. Bei den einen bleibst du halt mit den Kochzeiten am unteren Wert, andere brauchen etwas länger.

Wo gibt es Rezepte für den Slowcooker?

Die größte Auswahl an Rezepten für Schongarer findet ihr hier, bei slowcooker.de. Mehr als 200 Rezepte stehen kostenlos zur Verfügung – von Suppen über Hauptgerichte mit und ohne Fleisch bis hin zu Desserts und Kuchen. Darüber hinaus gibt es in meinem Shop fünf Kochbücher zum Thema Langsamgaren / Slowcooking mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von international bis schnell vorbereitet oder vegetarisch.  Auch auf anderen Webseiten, Kochportalen oder Facebook findet man inzwischen Slowcooker-Rezeptsammlungen – allerdings manchmal von zweifelhafter Qualität, weil oft mehr kopiert als selbst gekocht wird!

Kann ich im Slowcooker Essen aufwärmen?

Man kann im Slowcooker Gerichte aufwärmen, aber man sollte es nicht tun! Der Slowcooker braucht nämlich viel zu lange, bis er richtig heiss – und damit bakteriensicher – ist. Beim stundenlangen Zu-Ende-Garen bis auf 80+ Grad sind diese Temperaturbereiche vollkommen unbedenklich. Das gilt aber nicht, wenn man Essen  nur eine Weile drin lässt, bis es wieder “lau” ist. Was dagegen gut geht: Warme Speisen im Slowcooker warmhalten. Auf diese Art und Weise kann man bei Parties zum Beispiel Suppen, Schmorgerichte oder Aufläufe aufs Buffet stellen. Mehr zum Thema Sicherheit beim Slowcooking: Ist Slowcooking sicher?

Kann ich das Slowcooking unterbrechen?

Man sollte den Garprozess beim Slow Cooking nicht abbrechen oder unterbrechen. Die Speisen kühlen dann langsam ab und werden später sehr langsam wieder warm – und zwar in nicht bakteriensicheren Temperaturbereichen. Auch das teilweise Garen (zum Beispiel Bratenfleisch heute anbraten, morgen im Slowcooker fertig garen) sollte vermieden werden. Denn dann hat man aufgewärmtes Gargut, außen gar, innen roh. Mehr zum Thema Sicherheit beim Slowcooking: Ist Slowcooking sicher?

Welche Rezepte sollte ich im Slowcooker als erstes kochen?

Am besten gelingen Anfängern im Slow Cooker Suppen, Eintöpfe oder Schmorgerichte mit viel Saucen- oder Garflüssigkeit. Dabei kommt es meist auf eine (halbe) Stunde mehr oder weniger nicht an. Lebensmittel, die auch bei herkömmlicher Garweise schnell pappig werden oder einen genau bestimmten Garpunkt haben, gelingen im Slowcooker selten gut – zum Beispiel Roastbeef, Pasta, Reis, Fisch: Liste der besten 10 Slowcooker Einsteigergerichte mit vielen Familienfavoriten.

Wie finde ich die richtigen Slowcooker-Kochzeiten heraus?

Slowcooker sind günstige Küchenkleingeräte ohne große Technik. „Temperatursensoren“ haben die allermeisten nicht, gradgenaues Garen ist daher nicht möglich. Am schnellsten kommt ihr zu verläßlichen Kochzeiten, wenn ihr eine kleine Versuchsreihe startet. Kocht einige Rezepte 1:1 nach, startet sehr frühzeitig damit (warmhalten oder warm machen geht immer!) und notiert euch die Ergebnisse als Anhaltspunkt für das nächste Mal. Und schon wisst ihr, ob euer Slowcooker eher zu den Schnarchnasen oder den Heißblütern gehört –  sprich ihr die Zeiten in Rezepten abkürzen, genau übernehmen oder eventuell verlängern müsst: Slowcooker Kochzeiten verlängern oder verkürzen – so gehts

Was ist dein Lieblingsrezept für den Slowcooker?

Da muss ich nicht lange überlegen: Butter Chicken. Obwohl ich das in letzter Zeit häufiger als “Butter Tofu” oder “Butter Paneer” esse – aber auch diesen Fleischalternativen bekommt die wunderbar aromatische Currysauce wunderbar. Was ich allerdings am häufigsten im Slow Cooker zubereite, ist das Knuspermüsli – mein tägliches Frühstück mit etwas Joghurt, Milch und Früchten.

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