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Augen auf & Beckum besuchen: Mit dem Münsterland-Siegel unterwegs (Werbung)

Im Münsterland unterwegs

 Der Markt in Beckum 

In Bangkok, Bogota und Boston war ich schon, in Beckum noch nicht. Warum eigentlich nicht? Der Grund ist ganz simpel – und vermutlich geht es euch mit vielen Zielen in eurer Region genauso: Es fallen einem einige nette, aber keine zwingenden Attraktionen ein. Zudem liegt es quasi vor der Haustür und man könnte da ohne Aufwand eigentlich jederzeit hin fahren. Tut man aber irgendwie nicht! Da muss erst eine Einladung vom Münsterland-Siegel ins Mailpostfach flattern, damit man das östliche Münsterland (ich wohne 120 km entfernt im Westmünsterland)  kennenlernt.

Zimmer im Westfälischen Hof in Beckum
Das „Betongruben“-Zimmer: Mit passendem Foto & passender Wandverkleidung 😉
Die Theke in der Beckumer Brauerei Stiefel-Jürgens
Der schönste Platz (bei Stiefel-Jürgens) ist immer an der Theke…

Tscha, da habe ich bisher was verpasst. Zum Beispiel das Hotel Westfälischer Hof bei Kliewe, eine wunderbare Mischung aus familiär-traditionell (Schützenfest-Fotos aus den 60ern im Riesenformat an den Wänden) und Industrial Chic (uralte Dachbalken als Betthaupt). Oder Westfalens älteste Brauerei Stiefel-Jürgens, wo man Bier-Nicht-Mögern wie mir das helle Stiefel-Bier mit Ananas oder Erdbeeren versüßt. Altbierbowle, hmm! Oder die sanften Hügel im Vellener Brook, wo bei Familie Knepper Rinder weiden, die nach gut zwei Jahren einige Kilometer weiter beim idyllisch gelegenen Landgasthaus Hohen Hagen auf den Tellern landen.

So etwas ist für mich ein Musterbeispiel an Regionalität und ich finde, Fleisch von Tieren, die tatsächlich ein Leben gehabt haben, kann man guten Gewissens essen. Was wir – ich war gemeinsam mit neun anderen FoodbloggerInnen aus der Region unterwegs – denn auch taten!

Weiderinder bei Bauer Knepper in Beckum
Quasi das Vorher-Nachher-Bild – aber bis zum Tellerbild haben die Rinder vom Bauern Knepper ein schönes Leben auf der Weide

Roastbeef vom Vellerner Weiderind

Schließlich lautete das Motto der Aktion „Kultivierte Kulinarik“ und gemeinsam mit Paula Pumpernickel vom Münsterland-Siegel sammelten wir zunächst einmal tolle Produkte ein, die vor Ort angebaut, geerntet, erzeugt oder veredelt wurden: Spargel, Erdbeeren, Rhabarber vom Beckumer Wochenmarkt, besagtes Rindfleisch von Kneppers und köstlichen Käse und Quark vom Laakenhof.

Weidekuhhaltung auf dem Laakenhof
„Wir lassen die Kuh raus“ – schön, wenn das auf mehr Höfen der Fall wäre

Dort lebt und arbeitet eine Hofgemeinschaft, alt bis jung, und baut nach organisch-biologischen Richtlinien Gemüse an. Auf der Wiese stehen Milchkühe mit ihren Kälbern, alle mit Hörnern – leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Genausowenig ist es selbstverständlich, dass die Milch etwa 25 Meter Transportweg von der Kuh zur Käserei hat. Und weitere fünf bis in den Hofladen. Und dann nochmal 2500 bis zum Landgasthaus Hohen Hagen, wo wir die Küche in Beschlag nehmen durften, um aus den tollen regionalen Produkten ein Menü zu kochen. In dem Zusammenhang besten Dank an Tom Kliewe vom Westfälischen Hof und „Hausherr“ Heiko Weitenberg für die Hilfe beim Kochen sowie an das Küchenteam, das mit Engelsgeduld das Gewusel der Blogger während des laufenden Betriebs ertrug 🙂


Knackfrischer Spargel 😉 Heiko Weitenberg (li.) und Tom Kliewe (Mitte) als Produktttester

Für die Vorspeise zeichneten übrigens Tanja (Foodistas) und Felix (Felixkochbook) verantwortlich, die einen köstlichen Salat mit Erdbeerdressing und Räucherforelle zauberten. Grandiosen Zwischen- und Hauptgang kochten Michael (Salzig, süß, lecker) und Melanie (Mimis Foodblog): Lebergeschnetzeltes mit Püree und Mairübchen, Roastbeef mit Süßkartoffelpommes. Ich und Elke (Herzstück) waren „die Süßen“: Zum Nachtisch gabs Pfannkuchen mit Quarkfüllung und Erdbeer-Rhabarber-Kompott (Rezept folgt). Währenddessen dokumentierten und fotografierten Leila (Münstermama), Denise (Frl. Ordnung), Lisa (Liz & Jewels) und Genevieve (Stylingkitchen).

 Die Vorspeise beim Münsterlandmenü Das Dessert des Münsterlandmenüs

Nach dem Viergang-Menü war das Schlemmen übrigens keineswegs beendet: Lisa und Alina Kranz von der Eis Lounge Maria Veen servierten köstliche Eissorten (Biersorbet mit karamellisiertem Hopfen!) und der „Absacker“ kam von Björn Bochinski, Barfachmann der Feinbrennerei Sasse (drei neue Sorten Korn). Ihr könnt mir glauben, dass ich danach wohlig in mein Betongruben-Bett sank 🙂

Neue Kornsorten von der Feinbrennerei Sasse

Disclaimer: Eingeladen zu diesem Event hatte das Netzwerk Münsterland Qualität e.V.  und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung  übernommen.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Miriam
    13. Mai 2018 um 18:34

    Liebe Gabi, wie schön, dass es dir in einem anderen Eckchen des Münsterlandes so gut gefallen hat. Danke für den schönen Text und die Fotos – wie cool die Kühe da in deine Linse gestiert haben ist echt der Kracher. 🙂
    Liebe Grüße von Miriam samt Münsterland-Siegel-Team

  • Antworten
    Dessert zur Spargelzeit: Pfannkuchen mit Quark und Erdbeeren | Langsam kocht besser
    20. Mai 2018 um 13:11

    […] Aber da Elke (Herzstück online) und ich es beim Bloggerkochen des Münsterland-Siegels (siehe hier) zubereiteten, passt dieser Name nun gar nicht. Wir servierten unseren Gastgebern und […]

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