Ein Herbstmenü mit Klassikern: Es gab Zwiebelkuchen, Pilzquiche, als Vorspeise Kürbis-Ingwer-Suppe und zum Nachtisch Topfenknödel mit Pflaumen- und Apfelkompott.
In irgendeinem Blogbeitrag hatte ich schon geschrieben, dass ich vermutlich alt werde (hab’s gefunden, war hier) – jetzt weiß ich es. Denn beim alljährlichen Herbstmenü, das ich seit 20+ Jahren für meinen Stammtisch ausrichte, habe ich mich (unabsichtlich!) nicht nur einmal, nein, gleich zweimal wiederholt. Im Glauben, ich würde was Neues servieren, hatte ich schon entsprechend eingekauft – nur um dann festzustellen, dass ich sowohl Vor- als auch Nachspeise schon mal für unsere Frauenrunde zubereitet hatte. Und da der Hauptgang – Zwiebelkuchen und meist eine andere Gemüsequiche – eh immer derselbe ist, gabs also ein Herbstmenü ganz ohne Neuheiten. Wie laaangweilig – ich lasse nach 😉
Das klassische Herbstmenü mit Zwiebelkuchen
Wobei: Drücken wir es positiv aus. Warum Bewährtes ändern? Warum nicht mal ein Herbstmenü der Klassiker auftischen? Hier ist es also, mit vielen regionalen Produkten und den saisonalen Favoriten Zwiebeln, Äpfel, Pflaumen und Kürbis.
Als Vorspeise gab es eine würzig-scharfe Kürbissuppe, für die ich einen großen Butternutkürbis im Slowcooker zunächst in Kürbispüree verwandelte – der Backofen oder der Kochtopf funktionieren aber auch. Das Kürbisfest vom Hofladen Slütter hatte ich als Berichterstatterin für die Lokalzeitung besucht (siehe Foto oben), konnte dann aber als Foodbloggerin nicht widerstehen und kaufte viel zu viele Sorten und Exemplare ein 😉
Hauptgericht ist beim Herbstmenü immer ein Zwiebelkuchen nach dem klassischen Rezept (siehe unten) aus meinem allersten Backbuch “Backvergnügen wie noch nie” aus dem Jahr 1982. Dazu gab es eine Quiche mit Lauch, Pilzen und Schinken in etwa nach dem Rezept von Tante Fanny – allerdings mit selbst gemachtem Hefeteig wie vom Zwiebelkuchen. Dazu schmeckte uns ein Feldsalat mit Kartoffeldressing und Walnüssen.
Da mich seit längerer Zeit die Alpenküche in den Bann gezogen hat, habe ich als Dessert Topfenknödel mit Pflaumen- und Apfelkompott sowie Vanillesauce serviert. Dass ich diese Mehlspeise schon 2021 aufgetischt hatte, ist außer mir niemandem aufgefallen 😉
Zwiebelkuchen
Dieser würzige Zwiebelkuchen mit Hefeteigboden gehört seit über 40 Jahren zu meinem Standard-Backprogramm. Ich habe ihn auch schon vegetarisch mit "Veggiespeck" zubereitet, hat niemand gemerkt... Das Rezept ergibt ein kleines Blech / Fettpfanne.
Zutaten
Für den Teig:
- 300 g Weizenmehl
- 20 g frische Hefe
- 125 - 150 ml Milch, höchstens lauwarm
- 80 g Butter
- 1 Teel. Salz
Für die Füllung
- 1,5 - 2 kg Gemüsezwiebeln
- 100 g durchwachsener Speck, in Würfeln
- 300 g saure Sahne oder Schmand
- 4 Eier
- Salz, Pfeffer
- 1 - 2 TL Kümmel
Zubereitung
Ein Backblech mit Rand ausfetten. Das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Vertiefung drücken, die Hefe hineinbröckeln und etwas von der Milch und wenig Mehl verrühren. Zugedeckt 15 Minuten gehen lassen. Die Butter zerlassen, mit dem Salz und der restlichen Milch zum Vorteig geben und alles mit dem gesamten Mehl so lange schlagen, bis der Teig Blasen wirft. Den Hefeteig nochmals 60 Minuten gehen lassen.
Die Zwiebeln in Scheiben schneiden und hobeln. Die Speckwürfel in einer großen Pfanne ausbraten, dann die Zwiebeln zugeben und bei geringer Hitze mit Deckel glasig werden lassen (das dauert durchaus 15 bis 20 Minuten). Etwas erkalten lassen.
Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und das Backblech damit belegen. Die saure Sahne mit den Eiern, dem Salz und dem Kümmel verquirlen, die Zwiebelmischung untermengen und die Masse auf der Teigplatte verteilen. Den Kuchen weitere 15 Minuten gehen lassen.
Den Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Zwiebelkuchen auf der mittleren Schiene 25 – 30 Minuten backen. Nach Möglichkeit heiß servieren.
Notizen
- Im Teig verwende ich meist zur Hälfte Vollkorn-Weizenmehl. Dann benötigt man allerdings auch etwa 25 bis 50 ml mehr Milch.
- Die Füllung lässt sich gut am Vortag schon zubereiten und gekühlt aufbewahren.









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