Beim Spargelmenü 2026 für acht Gäste gabs schnelle Grünspargel-Blätterteig-Taschen, das klassische Spargel-Hauptgericht und zum Dessert Rhabarber-Vanille-Trifle.
Die (unerfreuliche) Serie hat gehalten: Egal, wie gut das Wetter auch vorher ist – zum Spargelessen unseres Stammtisches ist es dann üblicherweise so kalt und feucht, dass wir drinnen sitzen müssen. Diesmal haben wir immerhin den Aperitif (alkoholfreien Sprizz aus Apero-Sirup, alkoholfreiem Sekt und Bitter Lemon) auf der Veranda getrunken und die Häppchen dazu gegessen. Aber dann gings rein ins Wohnzimmer – wie gefühlt bei 25 der insgesamt 26 Spargelessen (alle Menüfolgen siehe ganz unten im Artikel), die unsere Truppe über die Jahre hinweg gemeinsam genossen hat. Ach, was soll’s – Hauptsache gut gegessen und sich gut unterhalten. Die “Festtafel” hatte ich diesmal nur auf die Schnelle dekoriert: Passend zu den Pfingstrosen auf den Servietten kamen Pfingstrosen in kleinen Vasen auf den Tisch.
Das Spargelmenü für acht Gäste
Zum Auftakt gab es Spargel-Blätterteig-Häppchen, für die ich kein Rezept hatte, sondern einfach den Vorrat geplündert habe. Den fertigen Blätterteig habe ich in Quadrate geschnitten, mit Frischkäse bestrichen, mit Schinken und jeweils drei Stücken kurz blanchiertem Grünspargel belegt. Dann kam noch ein kleines Stück Brie obenauf, bevor ich die Päckchen zusammen geklappt habe. Gebacken haben sie 20 Minuten im Ofen (Heißluft) bei 190 Grad.
Der Hauptgang war – wie immer – das klassische Spargelgericht mit Bleichspargel, Hollandaise, Kartoffeln und einer Schinkenplatte.
Als Nachtisch gabs einen Rhabarber-Trifle (Was ist ein Trifle?) mit Rhabarber-Orangenkompott, Löffelbisquits und Vanillecreme. Am schönsten sieht dieses Schichtdessert aus der englischen Küche in einer großen Glasschüssel aus, zur Not befüllt ihr zwei kleinere – oder auch Sektschalen oder Weingläser für Portionsgrößen.
Rhabarber-Trifle
Trifle heisst eigentlich "Kleinigkeit", aber dieses englische Dessert ist alles andere als das: Orangiges Rhabarberkompott auf Löffelbisquits, dazwischen lockere Vanille-Schmand-Creme und obenauf Sahne-Erdbeerdeko und Mandeln. Am besten sieht das aus, wenn ihr es in einer großen Glasschüssel anrichtet. BITTE BEACHTEN: Da es mehrere Abkühl- und Ziehzeiten gibt, mindestens sechs Stunden vorab mit der Zubereitung beginnen.
Zutaten
Für das Kompott
- 1 kg Rhabarber
- 2 Bio-Orangen
- 3 - 4 EL Zucker, gehäuft
Für die Creme
- 1 l Milch
- 2 Pakete Vanillpuddingpulver zum Kochen
- 80 g Zucker
- 200 g Schmand
- 300 ml Sahne
Sonstiges
- 16 - 20 Löffelbisquits
- 25 g Mandelblättchen, geröstet
- 100 ml Sahne
- 1x Sahnesteif
- 150 g Erdbeeren, in Scheiben
- Minzeblättchen (optional)
Zubereitung
Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Für das Kompott den Rhabarber putzen, abziehen, in etwa 3cm-Stücke schneiden und in eine flache Auflaufform legen. Schale einer Orange darüber raspeln, Saft beider Orangen auspressen und darüber geben, mit Zucker bestreuen. Form mit Alufolie verschließen und etwa 20 - 25 Minuten backen, bis der Rhabarber weich ist, aber noch nicht zerfällt. Abgedeckt erkalten lassen.
Aus der Milch mit Puddingpulver und Zucker nach Packungsanleitung einen Pudding kochen. Oben mit Frischhaltefolie belegen und ganz erkalten lassen. Sahne steif schlagen. Erst den Schmand mit dem Mixer unter die Puddingmasse rühren, anschließend vorsichtig die Sahne unterheben.
Den Boden einer Glasschüssel mit Löffelbisquits belegen, die Hälfte des Rhabarbers (mit Saft) obenauf geben. Die Hälfte der Vanillecreme aufstreichen. Alles wiederholen: Löffelbisquits, Rhabarber, Vanillecreme. Mindestens vier Stunden durchziehen lassen.
Zum Servieren die Mandelblättchen auf die oberste Puddingschicht streuen. Sahne mit Sahnesteif steif schlagen, in großen Tupfen oder Sternen obenauf spritzen. Mit Erdbeerscheiben und Minze belegen.
Notizen
Creme und Kompott könnt ihr gut am Vortag vorbereiten, oder sogar den kompletten Trifle ohne Sahnedeko. Er sollte vor dem Servieren mindestens vier Stunden durchziehen.
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