
Quarkspitzen sind frittierte Krapfen aus einem nur leicht gesüßten Teig. Ich habe das schnelle und einfache Rezept aus Brandenburg von meiner Verwandtschaft mitgebracht.
Die Karnevalsberliner (siehe Rezept hier) sind inzwischen zur Tradition in unserer Familie geworden. Knapp 40 Stück in etwa vier Stunden habe ich in diesem Jahr gebacken und mit Eierlikörcreme gefüllt – und dann mit Entsetzen festgestellt, dass vermutlich 25 Personen nach dem Karnevalszug zum Kaffee kommen werden. Was tun? Kurzentschlossen habe ich Quarkspitzenteig angerührt, nach einem Rezept meiner brandenburgischen Verwandtschaft. Die verwendet Schweineschmalz zum Ausbacken, aber bei mir war das Platten-Fritierfett von den Berlinern eh noch heiß. Die leckeren und wenig süßen Krapfen, die zudem keine zehn Minuten Arbeit gemacht hatten, waren letztendlich schneller verzehrt als die Berliner. Was sagt mir das? Darf es öfter geben…
Welchen Quark verwenden für die Quarkspitzen?
Darüber mache ich mir echt keine Gedanken, sondern nehme das, was da ist 😉 Meist ist das der mit 20%, aber Magerquark geht selbstverständlich auch. Genauso könnt ihr die Rosinen auch weglassen, wenn ihr sie nicht mögt. Was sich bei mir bewährt hat: Die Rosinen mit dem Stiel eines Teelöffels o.ä. in die Teiglinge “hinein zu stupsen”. Wenn sie herausragen, verbrennen sie leicht und werden bitter – wie man meinem Foto unschwer entnehmen kann…
Quarkspitzen mit (ohne) Rosinen
Quarkspitzen sind frittierte Krapfen aus einem nur leicht gesüßten Teig. Ich habe das schnelle und einfache Rezept aus Brandenburg von meiner Verwandtschaft mitgebracht.
Zutaten
- 250 g Quark
- 60 g Zucker
- 1 Pack. Vanillezucker
- 2 Eier
- 30 ml Öl
- 1 TL Natron
- 1 TL Zitronensaft
- 175 g Mehl
- 3 EL Rosinen (optional)
- Plattenfett oder geschmacksneutrales Öl zum Fritieren
- Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung
Quark, Zucker, Vanillezucker, Eier, Öl und Zitronensaft mit dem Mixer sehr schaumig rühren, zuletzt das Mehl und das Natron (und die Rosinen, falls verwendet) nur so lange einarbeiten, bis sich ein glatter Teig ergibt.
In einem Topf das Fritierfett auf mittlerer Hitze (160 bis 170 Grad) erhitzen. Mit einem Löffel nicht zu große Nocken abstechen und schön braun ausbacken. Garprobe mit einem Stäbchen machen, damit die Bällchen auch gar sind!
Beim Backen drehen sich die Quarkspitzen von selbst im Fett – falls nicht, mit der Gabel nachhelfen.
Quarkspitzen mit einem Schaumlöffel aus dem Fett heben, auf einem Gitter gut abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Am besten ganz frisch verzehren.




5 Kommentare
Sibylle
19. Februar 2013 at 20:09der Karneval hat doch tolle Leckereien!!
Grüße aus Stuttgart, wo es Fasnetküchle gibt :-))!
Familienfavoriten: Jürgens Quarktorte – mein Käsekuchen
6. März 2022 at 12:55[…] Brandenburg aufgeschrieben – zum Beispiel die Schüttelgurken, den Mohn-Schmand-Kuchen, die Quarkspitzen oder Soljanka. Vielleicht, weil das Hausmannskost in bestem Sinne des Worts ist und bei den […]
Rezept cremiger Mohn-Schmandkuchen | Langsam kocht besser
27. Januar 2023 at 15:48[…] die Schüttelgurken mitgebracht, das Schaschlik aus dem Slowcooker (ohne Leber), Hühnerfrikassee, Quarkspitzen und Kleckselkuchen! […]
Aus Omas Küche: Saftige Mohnschnecken | Langsam kocht besser
5. März 2023 at 8:28[…] So gab es nur selten Gelegenheit, etwas von ihr zu probieren, zum Beispiel die wunderbaren Quarkspitzen. Meine Oma väterlicherseits wohnte dagegen oben im Haus, konnte aber leider nicht kochen und […]
Beschwipste Berliner mit Eierlikör | Langsam kocht besser
27. Januar 2025 at 10:40[…] nennen kann). Das ist ein Rezept von meiner Tante aus Brandenburg und es gibt sie entweder als Quarkspitzen mit Rosinen oder Quarkspitzen mit Kartoffeln – die machen den Teig superlocker. Die niederländische […]