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8 In für Slowcooker

Sommer-Geschenk: Rezept für Rouladen-Geschnetzeltes

Rouladengeschnetzeltes aus dem Slowcooker

Rouladengeschnetzeltes aus dem Slowcooker

Dieses Rezept ist genial: All die köstlichen Rouladenaromen, ohne eine Roulade gewickelt zu haben! Kein Wunder, dass ich sooo oft danach gefragt wurde – und es nicht heraus gegeben habe. Denn es war eines der wenigen, das ich mir exklusiv als “Knüller” für meine Kochbücher zurück gehalten habe – in dem Fall das jüngst eingestellt Slowcooker für Zwei. Nun muss ich ja nicht mehr schweigen – und schenke Euch hiermit das Rezept 😉

Wem ich es ausdrücklich NICHT schenke: All den Autoren der eBook-Mafia, die sich auf dieser Webseite so gern bedienen, um anschließend ihre Bücher a la “Die genialsten Slowcooker-Rezepte XXL” zu füllen. Erst Samstag ist mir wieder eines in die Hände gefallen, wo 100 (!) von 111 Rezepten wortwörtlich von slowcooker.de stammten. Inklusive Titel, jeder Zutatenmenge, jedem Zutatenschritt. Die Amazon-Abteilung, die sich mit Urheberrecht befasst, ist eingeschaltet, mein Anwalt auch. Ich hoffe, das Buch gibts nicht mehr so lange 😉

Rouladenbraten aus dem Slowcooker

Ich hör die eBook-Mafia schon tönen: “Aber Rezepte haben doch gar kein Copyright!”  Doch, haben sie – wenn sie speziell entwickelt wurden und daher Besonderheiten aufweisen. Das bei einem Kartoffelpü-Rezept nachzuweisen, hat man als Urheber tatsächlich schwer. Nicht aber, wenn man das Pho-Rezept seiner Berliner Freundin erstmals im deutschsprachigen Raum für den Slowcooker gekocht und als Rezept veröffentlicht hat. Und erst recht deutlich wird der Verstoß, wenn der eBook-Mafia-Möchtegern-Autor (schönes Schlangenwort, hehe) eine komplette Rezeptsammlung klaut – die ist dann nämlich ein Datenbank-Sammelwerk und das steht auch in seiner Gänze unter Schutz.

Huch, ich rege mich schon wieder auf… Aber es ärgert mich nun mal, wenn ich viel Zeit und Mühe in meine Rezepte stecke und jemand anderes meint, er könne die einfach so abgreifen. Ommmm – nun ist aber gut. Lasst uns gemeinsam zum Sommerferienbeginn ein schöne Portion Rouladengeschnetzeltes kochen & essen, die köstliche Sauce genießen… denn in den Genuss kommen die eBook-Mafia-Möchtegern-Autoren und ihre eBook-Mafia-Buchrezensenten-und-Hochjublern ja nicht, weil sie Rezepte ja nur kopieren, aber vermutlich nicht mal kochen können 😉 

Rouladen-Geschnetzeltes (Slowcooker)

Rouladen-Geschnetzeltes (Slowcooker)

Ergibt: 2-3 Portionen

All die köstlichen Rouladen-Aromen in einem "einfachen" Geschnetzelten, das so viel weniger Arbeit macht und zudem noch günstiger ist, weil ihr kein teures Rouladenfleisch kaufen müsst! Das Rezept ist für den 1,5-l-Slowcooker berechnet. Für den 3,5-l-Topf nehmt ihr die Mengen einfach mal zwei.

Zutaten

  • 2 EL Pflanzenöl oder Butterschmalz
  • 500 g Rinderbraten, geschnetzelt
  • 150 g Zwiebeln, in Würfeln
  • 1 Zehe Knoblauch, gestiftelt
  • 75 g Frühstücksspeck, in Würfeln
  • 50 g Gewürzgurke, gewürfelt
  • 30 g Tomatenmark, aus der Tube oder Dose
  • 1 EL Senf, scharf oder mittelscharf
  • 100 ml Rotwein
  • 250 – 300 ml Rinderfond (oder Brühe aus Instant)
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß nach Geschmack

Zum Andicken:

  • Mehlbutter oder angerührte Speisestärke

Zubereitung

  1. Öl in einer Pfanne sehr hoch erhitzen, die Rindfleischstreifen darin kurz braun braten (nur von einer Seite reicht) und in den Einsatz des Slowcookers geben. Zwiebeln, Knoblauch und Speck ebenfalls kurz in der Pfanne anrösten und auf das Fleisch geben.
  2. Bratensatz mit Rotwein loskochen und über das Fleisch geben, zusammen mit Gewürzgurke, Tomatenmark, Senf, Rinderfond. Gut durchrühren und mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken.
  3. Deckel aufsetzen und knapp 4 Stunden auf Stufe HIGH oder etwa 8 auf Stufe LOW garen. Falls gewünscht, andicken und weitere 30 Minuten erhitzen.

Notizen

Bei uns gibt es dazu Spätzle oder Serviettenknödel, mit denen man die köstliche Sauce aufstippen kann.

Empfohlene Produkte zu diesem Rezept

* Amazon-Link. Als Amazon-Affiliate erhalte ich eine kleine Provision, wenn Sie über diesen Link bestellen. Der Artikel verteuert sich dadurch nicht.

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8 Kommentare

  • Antworten
    Irmgard
    13. Juli 2019 at 10:57

    Bei amadingsda sind mittlerweile 75 Seiten Bücher zum Thema slowcooker (vorwiegend Englisch) gelistet! Das war vor ein paar Jahren noch nicht so.
    Es ist also ein Markt entstanden, der für Leute, die wenig Arbeit investieren, aber sich (prestigeträchtig?) gedruckt sehen um sich (endlich?) als AutorIn bezeichnen wollen, interessant wird.
    Doch es ist ein himmelweiter Unterschied sich im www inspirieren zu lassen, Ursprünge anzugeben, Rezepte weiter zu entwickeln – oder aber Werke anderer Leute zu klauen!
    Wehren Sie sich!
    Und viel Erfolg!

  • Antworten
    Irmgard
    13. Juli 2019 at 11:01

    Liebe Frau Frankemölle,
    🙂 lassen Sie sich den Satz mit der Arbeit auf der Zunge zergehen. 🙂 Ich bin zur Autorin offensichtlich nicht geeignet! 🙂
    Lieber Gruß!

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      15. Juli 2019 at 9:29

      Liebe Irmgard – Autorin hin oder her, ich habe mich sehr gefreut, das zu hören und Zuspruch zu erfahren 🙂

  • Antworten
    Angie
    14. Juli 2019 at 19:43

    Liebe Gabi,
    was bin ich froh, dass ich das Kochbuch habe. Das Rouladen-Töpfchen wird hier regelmäßig und immer wieder gerne gegessen. Am liebsten sogar noch (oder erst) am zweiten Tag. Dann schmeckt es fast noch ein bisschen besser :-).
    Viele Grüße
    Angie

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      15. Juli 2019 at 9:30

      Stimmt – das gewinnt echt noch durchs Aufwärmen!

  • Antworten
    Mela
    15. Juli 2019 at 14:28

    Vielen Dank für das schöne Rezept. Mal schauen, ob ich irgendwo mal wieder ein schönes Stück Rind bekomme ( wird leider immer schwieriger, kein Gummi-Rind zu erwischen) Ich ibn sicher, meine Eltern werden es lieben.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      15. Juli 2019 at 16:01

      Hallo, Mela – echt, bei diesem Rezept kriegt der Slowcooker auch Gummirind weich. Aber ich weiß, was du meinst – ich kaufe weitmöglichst auch nur noch Fleisch von Tieren, die ein Leben gehabt haben. Also Wild, Weiderinder, “Weide-Schweine”, freilaufende Hühner und Puten. Aber gerade letzteres ist echt schwer zu bekommen.

  • Antworten
    Martina Perdieus
    15. Juli 2019 at 22:23

    Habe auch das Buch… Rezept schon nach gekocht und für mega lecker befunden. Kann ich nur empfehlen 👍😊

  • Antworten