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Dip, dip, hurra! Muhammara, Aioli und Co.

Dippbuffet mit Broten zum Geburtstag

Dippbuffet mit Broten zum Geburtstag
Zum Geburtststag ein Dippbuffet mit selbst gemachten internationalen Dips und hübschen Garten-Focaccia-Broten – das ist ohne viel Aufwand umzusetzen!

Auf Facebook habe ich euch letztens mein Geburtstagbuffet anno 2012 gezeigt, bei dem ich 25 Gäste mit nahöstlichen Spezialitäten bewirtet habe. Oben seht ihr das von 2020 – okay, kaum ein richtiges Buffet, mehr eine Ansammlung von Dipps, Gemüsen und Brot. Aber es war sooo heiß! Wer will da schon viel essen? Und wer will da schon viel kochen? Also ich jedenfalls nicht – also gab es für mein Dutzend Gäste sechs selbst gemachte Dipps und zwei gebackene Garten-Focaccias. Während diese “essbaren Landschaften” für Foodblogger fast schon wieder von vorgestern sind, fanden die Gäste sie neu & klasse – und lecker sind sie ja sowieso.

Ach ja: Nachtisch geht natürlich immer, auch bei 35 Grad. Daher hatte mir meine Tochter dankenswerterweise Panna Cotta in Gläschen zubereitet, die mit Erdbeersauce und Mangosauce serviert wurden. Hmmm!

Rezepte udn Tipps für ein Geburstatsgbuffet mit Brot und Dips

Das waren die Dipps zum Dippbuffet:

  • Hummus, mit im Slowcooker gegarten Kichererbsen. Das Rezept findet ihr seit längerem hier auf der Seite, siehe Link.
  • Onion-Cheese-Dip, ein würziger Klassiker von meiner USA-kulinarisch-Webseite.
  • Muhammara, ein nahöstlicher Dipp aus Paprika und Walnüssen, leicht scharf. Eine absolute Entdeckung, das Zeugs macht süchtig! Das Rezept findet ihr unten.
  • Sour Cream nach Art von Block House. Nein, nicht amerikanisch – denn dort isst man Sour Cream pur. Also eine Rezeptur genau so deutsch wie Block House – siehe hier.
  • Schnelle Aioli aus dem Mixbecher, gelingt (fast) immer und auch bei 35 Grad. Das Rezept steht ebenfalls unten.
  • Tunfisch-Dip, der in den USA Tuna Salad heisst, aber kein Salat ist, sondern eine streichfähige, würzige Masse. 

DIY: Beschriftetes Packpapier mit Dipps

Wie plant man ein Dippbuffet?

Ach, wirklich planen muss man das nicht. Naja, sage zumindest ich 😉 Am Tag zuvor werden die Dipps gerührt, in Weckgläser gefüllt und kalt gestellt – (farblich und geschmacklich) toll sind auch Guacamole, Nacho Cheese Dip oder Farmer Dipp. Den Brotteig habe ich mittags angesetzt und gehen lassen. Um fünf Uhr wurden die Garten Focaccias dann belegt und kamen um sechs Uhr aus dem Ofen. Dann war noch genug Zeit, das Packpapier auf der Outdoor-Küche auszubreiten und zu beschriften – so wusste jeder gleich, was welche Dipp war. Tolle Idee, Isabell!

Garten Focaccia mit buntem Gemüse

Muhammara - nahöstlicher Paprika-Dipp

Muhammara - nahöstlicher Paprika-Dipp

Ergibt: 8 kl. Portionen

Muhammara ist ein wirklich süchtig machender Paprika-Dipp, cremig-würzig. Er stammt aus dem Libanon und passt als Brotaufstrich, aber auch zu Gemüsen.

Zutaten

  • 3 rote Paprikaschoten
  • 125 g Walnüsse
  • Saft einer halben Zitrone
  • 50 g Tomatenmark
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Chiliflocken nach Geschmack
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 3-4 EL Granatapfelsirup (ersatzweise Crema de Balsamico)
  • Salz, Pfeffer
  • optional 1-3 EL Panko (grobes Paniermehl)

Zubereitung

  1. Die Paprikschoten auf ein mit Papier belegtes Backblech geben und bei 210 Grad Ober- und Unterhitze in den Backofen geben (mittlere Schiene) und so lange unter Wenden rösten, bis die Haut schwarz wird und Blasen zu werfen beginnt - etwa 20 bis 30 Minuten.
  2. Schoten in einen Plastikbeutel geben und diesen verschließen, etwa 10 Minuten warten. Jetzt hat sich die Haut gelöst und kann abgezogen werden.
  3. Kerne, Scheidewände und Stiel der Paprika entfernen und Fruchtfleisch in eine Schüssel geben. Walnüsse, Zitronensaft, Tomatenmark, Knoblauch und Gewürze dazu geben und alles mit dem Pürierstab oder Zerhacker pürieren.
  4. Mit Granatapfelsirup, Salz und Pfeffer abschmecken und etwas Panko dazu geben, sollte die Konsistenz noch zu flüssig sein.
DIY: Beschriftetes Packpapier mit Dipps

Schnelle Aioli

Knoblauch-Mayo selbst machen? Das ist mit Hilfe eines Pürierstabs wirklich ganz einfach!

Zutaten

  • 1 Ei
  • 1 EL Essig
  • 1 TL Zucker
  • ½ TL Salz
  • 1 TL Senf, scharf
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 100 ml Olivenöl
  • 150 ml Rapsöl

Zubereitung

Wichtig: Alle Zutaten müssen etwa die gleiche Temperatur haben - also alles rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen! Bei zu kaltem Ei kann die Aioli gerinnen.

Ei, Essig, Zucker, Salz, Senf und Knoblauch in einem hohen Gefäß mit dem Mixstab pürieren. Die Ölsorten langsam dazugeben und durch Auf- und Abbewegungen des Pürierstabs so lange mixen, bis die Masse steif ist.

Gekühlt aufbewahren.

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3 Kommentare

  • Antworten
    Sylvia
    23. August 2020 at 20:03

    Liebe Gabi,

    wow, mein Kompliment! Das sieht ja grandios und wahnsinnig lecker aus 🙂
    So schön kreativ! Muss ich unbedingt ausprobieren.

    Viele Grüße

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      23. August 2020 at 20:30

      Danke, Sylvia – und wenn man dann noch ne schöne Schrift hätte 😉

  • Antworten
    Ein Brot wie ein Bild: Garten-Focaccia | Langsam kocht besser
    16. September 2020 at 17:02

    […] Stücke schneiden und Dipps dazu reichen – zum Beispiel Feta-Paprika-Creme, Thunfisch-Creme, Muhammara oder Kräuterbutter. Oder wie wäre mit Zucchini-Paprika-Relish oder Balsamico-Zwiebeln aus dem […]

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