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Koch mein Rezept: Croque Monsieur

Rezept für Croque Monsieur von "Tanz mit der Tomate"

Käse-Schinken-Brot ist eine ganz schlechte Übersetzung für Croque Monsieur: Das gefüllte Brot wird erst gebacken, dann nochmal überbacken – köstliche französische Bistroküche!

Rezept für Croque Monsieur von "Tanz mit der Tomate"

Neue Blogs und neue Rezepte kennenlernen – das ist der Gedanke hinter der Aktion Koch mein Rezept. Und nachdem ich im November mit den Erdnusstangen bei einer „alten Bekannten“ (Petra von Brot & Rosen)  gelandet bin, habe ich diesmal tatsächlich jemanden Neues getroffen: Carmen von Tanz auf der Tomate. Obwohl: Neu? Carmens Blog existiert seit 2012, aber bei mir ist er irgendwie unter dem Radar geblieben.

Wieso eigentlich? Denn in manchem sind wir uns sehr ähnlich – eine Vorliebe für genussbetontes Reisen, Besuch von Kochkursen in aller Herren Länder, beruflicher Hintergrund in PR, Social Media, Food Content Erstellung. Doch anders als mein Blog ist Tanz auf der Tomate keine typische Rezeptsammlung, mehr ein Genussblog mit interessant geschilderten Geschichten und Erlebnissen. Besonders interessant finde ich Carmens Verkostungen und #betreutestrinken – Whisky habe ich bisher nur in der BBQ-Sauce und im Eggnog genossen, ich glaube, so eine angeleitete Genuss-Session bei Carmen wäre genau das richtige für mich. Also wenn irgendwann wieder Bloggerevents und Barcamps stattfinden… ich wäre dabei, Carmen!

Blogvorstellung Tanz mit der Tomate

Zum Nachkochen ausgesucht habe ich mir Carmens Croque Monsieur. Wie konnte ich widerstehen nach dieser Einleitung: „Wir schließen die Augen. Wir sitzen in einem Pariser Bistro in mitten von Stimmengewirr. Tisch an Tisch sitzen wir gedrängt umringt von Mittagshungrigen. Die Wände sind dunkel vertäfelt. Die Tischdecke rot kariert. Vor uns steht ein P’tit – ein kleines Gläschen trockenen Rosé. Aus der Provence. Pas sucré. Schließlich müssen wir ja die Zeit zum Croque Monsieur überbrücken.“ 

Französische Bistro- und Landküche mag ich sehr (auch als ich Frankreich noch gar nicht mochte) und Carmens Deluxe-Sandwich sah großartig aus. Typisch französisch irgendwie: Eigentlich einfache Zutaten, aber perfekte Texturen, perfekte Würze. Das ergibt ein genial-käsig-cremig-knuspriges Essen für zwei – nicht „mal eben“ zubereitet, aber jede Minute Aufwand wert. 

Das Brot für Croque Monsieur

Das Brot für das (den, die?) Croque Monsieur hatte ich selbst gebacken – ein mediterranes Landbrot mit Lievito Madre von Cookie und Co. Natürlich tut es auch ein fertig gekauftes helles Misch- oder Weißbrot vom Bäcker. Nur Supermarkt-Toastbrot würde ich nicht nehmen. Ansonsten habe ich mich weitestgehend an Carmens Rezept gehalten, der geriebene Käse bei mir war britischer Cheddar, weil ich den noch im Vorrat hatte.

Zutaten für Croqcue Monsieur

Croque Monsieur (Käse-Schinken-Brot)

Ergibt: 2 Portionen

Käse-Schinken-Brot ist eine ganz schlechte Übersetzung für Croque Monsieur: Das gefüllte Brot wird erst gebacken, dann nochmal überbacken - köstliche französische Bistroküche!

Zutaten

FÜR DIE BÉCHAMEL

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 150 – 200 ml Vollmilch
  • Muskat
  • 1 TL Senf
  • ½ Zwiebel
  • 3 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer
  • Piment d’Espelette (optional)

BELAG UND BROT

  • 2 gr. Scheiben gekochter Schinken
  • 4 Scheiben Gruyère oder Emmentaler
  • 60 g grob geriebener Käse (ich hatte Cheddar)
  • Butter zum Bestreichen (ca. 4 EL)
  • 4 Scheiben Landbrot oder gutes Weißbrot

Zubereitung

Es beginnt mit der Béchamel: Zwiebel mit Nelken spicken, mit Milch und Lorbeerblatt in einen Topf geben. Bis zum Kochen erhitzen, vom Feuer ziehen und 20 Minuten ziehen lassen. In einem weiteren Topf die Butter erhitzen, mit einem Schneebesen das Mehl einrühren. Unter stetigem Rühren bei mittlerer Hitze ein paar Minuten köcheln lassen - die Mehl-Butter-Mischung darf keine Farbe annehmen und sollte der Konsistenz von Mayonnaise ähneln.

Jetzt schlückchenweise die aromatisierte Milch durch ein Sieb dazugeben. Immer wieder rühren und auf mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Sauce sollte dick und cremig sein. Abschmecken mit Senf, Salz, Pfeffer, Muskat, Piment d’Espelette. Vom Herd nehmen.

Zum Zusammenbau bei zwei Scheiben Brot jeweils eine Seite großzügig buttern und nach unten legen. Obenauf großzügig Béchamel geben, je eine Scheibe Schinken und zwei Scheiben Käse darauf legen, mit mehr Béchamel und mit einer weiteren Brotscheibe abdecken. Buttert die Brotscheibe großzügig.

Den Ofengrill auf 250 Grad Oberhitze vorheizen. Eine ofenfeste Bratpfanne (ich hatte eine aus Eisen) auf dem Herd auf mittlerer Temperatur vorheizen. Die Sandwiches hineinlegen, mit Alu-Folie abdecken und eine weitere schwere Eisenpfanne oder Topf zum Beschweren daraufsetzen. Die Unterseite der Sandwiches hellbraun braten, umdrehen und wieder beschweren.

Ist das Sandwich auf beiden Seiten braun, die Folie entfernen, den geriebenen Käse auf den Sandwiches verteilen und das Ganze unter den Backofen-Grill, bis der Käse geschmolzen ist. Sofort servieren - mit einem Salat oder Pommes.

Notizen

Das Rezept stammt von Carmen von Tanz auf der Tomate. Sie empfiehlt dazu einen schönen trockenen Rosé, einen cremigen Chardonnay, einen leichten trockenen Cidre oder ein Alt.

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Ich freue mich sehr, wenn du es nachkochst, an Freunde weiter gibst, es in sozialen Netzwerken oder auf deinem Blog teilst. Aber bitte sei fair und gib die Quelle an! Ausdrücklich untersagt ist jegliche Nutzung in kommerziellen Buchprojekten anderer Autoren. Gegen die Verletzung meines Urheberrechts gehe ich mit rechtlichen Mitteln vor.

 Rezept für Croque Monsieur

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6 Kommentare

  • Antworten
    Karin
    3. Januar 2021 at 12:08

    Der croque-monsieur hat noch ein Gegenstück der croque-madame ein heißer Toast mit Schinken, Käse und Spiegelei!
    Ich habe ihn in den 70er Jahren im Pub Renault in Paris das erste Mal kennengelernt. Damals war Deutschland mehr oder weniger ein kulinarisches Niemandsland, das hat sich inzwischen ja- Gott sei Dank- sehr gebessert!
    Liebe Grüße Karin

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      3. Januar 2021 at 14:56

      Die Version mit dem Spiegelei wäre was für meinen Mann 😉

  • Antworten
    Carmen Hillebrand
    3. Januar 2021 at 14:54

    Hach, Gabi, wie schön noch eine Frankreich-Menschin! Und dazu hast Du das Brot auch selbst gebacken. Nach einer Backpause habe ich auch wieder Lust bekommen. Also mal schauen, was sich noch so tut. Und wenn es demnächst möglich ist lautet mein Plan: als digitale Nomadin für 1 oder 2 Monate nach Frankreich. Ich werde berichten.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      3. Januar 2021 at 14:56

      Oh ja – das interessiert mich 😉

  • Antworten
    Luisa
    5. Januar 2021 at 9:32

    Das sieht so leicht und lecker aus, werde ich auf alle Fälle mal nachkochen.
    Liebe Grüße
    Luisa

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      5. Januar 2021 at 9:33

      Das ist unglaublich lecker, aber leider nicht leicht vom Fettgehalt her (das macht es ja so lecker!)…

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