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2 In für Slowcooker

Aus dem Crock-Pot Express: Hühnerfrikassee

Hühnerfrikassee aus dem Crockpot Expess

Hühnerfrikassee aus dem Crockpot Expess

Im Moment habe ich wieder eine eher planlose Phase. Das heisst: Meine To-Do-Liste ist ellenlang, die Zahl der Baustellen endlos und ich hangele mich von Termin zu Termin. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist eine vernünftige Essensplanung und damit manchmal auch der Einsatz des Slowcookers. Vor diesem Hintergrund habe ich den Crock-Pot Express (Gerätevorstellung im Detail siehe hier) mal wieder hervorgeholt. Dieser Multikocher bietet ausser einem Langsam- auch einen Schnellkochtopf-Modus. Da bekommt man ein Hühnerfrikassee halt auch in einer Stunde hin und kann sich auch gegen 16 Uhr noch entschließen, dass es das zum Abendessen geben soll 🙂  

Zutaten für das Hühnerfrikassee aus dem Instant Pot

Apropos Hühnerfrikassee: Von diesem typisch deutschen Gericht gibt es ja ungezählte Versionen. Meine stammt von meiner Verwandtschaft aus Brandenburg und enthält Hackklopse – vermutlich um den Fleischmangel eines Uralt-Suppenhuhns auszugleichen, das meine Oma immer verwendete. Kapern gehören bei uns (manchmal) hinein, Pilze nie, stattdessen Erbsen und Dosenspargel. Aber das könnt ihr natürlich nach eigenem Belieben verändern.

Mehlschwitze im Instant Pot

Falls Ihr das Frikassee nicht im Multikocher, sondern im Slowcooker zubereitet:  Den Brühepart erledigt ihr in einem möglichst großen Topf (5,5l +) und gart etwa acht Stunden auf LOW, wobei ihr in den letzten 30 Minuten die Klößchen einlegt. Die Fertigstellung  (Mehlschwitze) erfolgt auf dem “normalen Herd”. 

Übrig gebliebene Hühnerbrühe lässt sich übrigens gut einfrieren und als Grundlage für Suppe oder Eintöpfe verwenden.

Hühnerfrikassee (aus dem Crock-Pot Express)

Hühnerfrikassee (aus dem Crock-Pot Express)

Ergibt: 4 - 6 Portionen

Ein klassisches deutsches Hühnerfrikassee - naja, so wie es in meiner Familie gekocht wird. Zubereitet habe ich es im Druck-Kochmodus des Crock-Pot Express, im Rezept findet ihr aber auch die Slowcooker-Anweisungen (6,5 l-Topf).

Zutaten

Für die Brühe:

  • 1,2 kg Hähnchen-Oberkeule mit Knochen
  • 1 Zwiebel, halbiert
  • 1 Stange Lauch, in Ringen
  • 4 Stangen Staudensellerie (oder 100 g Knollensellerie)
  • 2 Möhren, in Scheiben
  • 1 Lorbeerblatt, 10 Pfefferkörner
  • 1 EL Salz

Für die Klößchen:

  • 200 g Hack, gemischt
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Paniermehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Mehlschwitze:

  • 80 g Butter
  • 60 g Mehl
  • 1 Schuss Weißwein
  • 750 ml Hühnerbrühe
  • Spargel-Abtropfwasser
  • 1 El Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Sonstiges:

  • 1 Dose Spargelspitzen, abgetropft (Flüssigkeit auffangen)
  • 200 g TK-Erbsen, aufgetaut

Zubereitung

  1. Das Hühnerfleisch mit den Gemüsen und Gewürzen in den Einsatz des Crock-Pot Express geben und bis zur Max-Marke mit Wasser auffüllen. Deckel verschließen. 30 Minuten im Programm SOUP (Suppe) garen. 15 Minuten auf KEEP WARM stehen lassen und dann abdampfen.
  2. Alle Zutaten für die Klößchen vermengen und abschmecken. Zu gut haselnussgroßen Klößchen formen und in die heiße Brühe geben. Weitere zehn Minuten auf Stufe KEEP WARM ziehen lassen. (Slowcooker: 8 h LOW, letzte 30 Minuten Klößchen dazu, weitere Zubereitung auf dem Herd)
  3. Das Fleisch und die Klößchen aus der Brühe nehmen, die Flüssigkeit durchsieben, so dass alle Gemüse und Gewürze entfernt werden. Brühe beiseite stellen. Das Hühnerfleisch von Haut und Knochen befreien und in mndgerechte Stücke schneiden.
  4. Crock-Pot Express-Einsatz säubern, wieder einsetzen und auf Stufe SAUTE / LOW (30 Minuten) das Fett darin schmelzen und anschließend das Mehl einrühren. Nach und nach soviel Wein, Hühnerbrühe und Spargelwasser zugeben, dass eine nicht zu dünne Sauce entsteht. Unter Rühren fünf Minuten kochen, mit Zitronensaft und Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Spargel, Erbsen, Fleisch und Hackbällchen dazu geben und alles weitere fünf Minuten erhitzen. Mit Reis servieren.

Notizen

Wichtig: Im beschichteten Topf nicht mit einem Metall-Schneebesen rühren - am besten Holz- oder Plastiklöffel verwenden.

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2 Kommentare

  • Antworten
    B. Hildebrand
    19. September 2019 at 19:04

    Klingt wie immer sehr lecker!
    Die vorstehend vorgeschlagene Cook 4 me würde ich dazu aber nicht verwenden, weil meine (c4m+) beim Beenden des Dampfdruckprogramms automatisch abdampft. Mithin immer sehr viel Dampf und Aroma unter der Küchendecke hängt und nicht im Essen.
    Wenn ich Gerichte nachgaren lassen möchte (so wie oben beschrieben) greife ich immer auf den Dampfdrucktopf von Quigg (Aldi) zurück. Auch wenn der den Nachteil hat beim Rühren (Mehlschwitze) sich immer mitzudrehen, weil er lose auf der Platte sitzt (keine Griffe hat, die ihn fixieren).

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      22. September 2019 at 12:25

      Gute Anregung – wenn man so einen tollen Gerätepark hat wie du 😉

    Antworten