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Gerätetest “Auflauf”-Slowcooker MIA: Licht & Schatten

MIA, der rechteckige Slowcooker

Na, seid ihr dem MIA-Hype auch zum Opfer gefallen und habt euch bei NKD diesen rechteckigen Slowcooker-Gerätetyp besorgt? Ich habe mir das Gerät natürlich bestellt (Gerätevorstellung hier) und koche seit etwa vier Wochen darin – siehe hier, hier und hier. Dabei weiß ich die Form wirklich zu schätzen: Man kann wunderbar Käsekuchen drin backen, Bacon Bombs und Hähnchenteile liegen neben-, aber nicht aufeinander, es lässt sich herrliche Lasagne schichten. Ich habe einen Süßkartoffelauflauf und Knuspermüsli zubereitet und die Dampfnudeln kommen auch noch an die Reihe.

Lasagne in der Mia

Ich als optischer Snob freu mir dabei einen Keks, wenn ich ordentliche, gerade Stücke aus dem Topf holen kann und nicht so hohe, krumme Portionen, die auf dem Teller dann gleich umkippen. Ja, die schmecken genauso, aber sehen natürlich nicht so gut auch und lassen sich auch nicht fotografieren!

Süßkartoffelauflauf aus der MIA

Was mich aber (nachdem ich es heraus gefunden habe) gewaltig stört an der MIA: Sie ist eine ganz unverfrorene China-Kopie eines Markenproduktes von Crock-Pot (siehe hier). Sogar die Folierung außen wurde “nachempfunden”:

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass Crock-Pot bei seinem Gerät derart billige Schrauben für die Deckelhalterung verwendet hat wie MIA. Grundsätzlich klasse, dass man so den Deckel für den Transport auf dem Gerät befestigen  kann, aber mit Schrauben, die nach drei Wochen schon rosten??? Direkt über dem Gargut? Geht gar nicht… Und das war nicht nur bei mir so, davon haben mehrere KäuferInnen in den Slowcooker-Gruppen bei Facebook berichtet. Zudem wird die MIA außen brutal heiß. Jedenfalls habe ich mir schon übel die Finger verbrannt, bei superkurzem versehentlichen Anfassen – das ist mir bislang noch bei keinem Slowcooker passiert.

Ich werde meine MIA daher zurück schicken und darauf hoffen, dass Crock-Pot seinen Auflauf-Slowcooker möglichst bald nach Deutschland bringt. Ich habe die Repräsentantin in England jedenfalls drauf angesprochen und ihr gesagt, wie gierig wir darauf sind 😉

EDIT: Ich habe die MIA behalten, da man mir keine Ersatz bieten konnte – und ganz auf sie verzichten wollte ich auch nicht. Ich werde daher die Unterlegscheiben ersetzen und aufpassen, dass ich die Metallhülle bloß nicht berühre!

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11 Kommentare

  • Antworten
    Karin
    9. Februar 2019 at 14:16

    Aufgrund dieses Berichts-bei mir war noch kein Rost-hat mein Mann die Verschraubung geprüft. Also die Schrauben sind aus Edelstahl, aber die Unterlegscheiben sind es nicht und diese verursachen wohl den Rost. Wir werden sie austauschen, gegen welche aus Edelstahl oder Messing.
    Wenn nämlich die Original Crockpot Geräte aus demselben Werk in China kommen wie die Raubkopie, was zu vermuten ist, dann wird dieser Fehler wohl auch beim Original auftreten.
    LG Karin

  • Antworten
    Tonja Willers
    10. Februar 2019 at 12:57

    Hallo Gabi,
    ich bin trotzdem neidisch und hätte gern eine MIA. Und das, obwohl ich im Skiurlaub in Österreich die Gelegenheit im örtlichen NKD gehabt hätte. Da hab ich aber noch gezögert. Und jetzt gibt’s sie nirgends mehr 🙁
    Gestern Abend hab ich übrigens Deinen Semmelknödelauflauf zu Hirschrollbraten und Rotkohl gemacht. Total easy und megalecker! Wird’s wieder geben. Deshalb fehlt die MiA jetzt noch viel mehr.
    LG Tonja

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      23. Februar 2019 at 9:13

      Ich hoffe ja, dass wir das Original hier auch irgendwann bekommen!

  • Antworten
    Karin
    10. Februar 2019 at 15:03

    Also mein Mann hat unsere Mia überprüft. Nicht die Schrauben rosten, sondern die Unterlegscheiben darunter, die sind nämlich nicht aus Edelstahl .Er hat sie gegen Messingunterlegscheiben ausgetauscht, jetzt ist das Problem wohl behoben.
    LG Karin

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      11. Februar 2019 at 7:52

      Danke für den Tipp, Karin – ich schau mal nach!

  • Antworten
    Angie
    11. Februar 2019 at 8:18

    Liebe Gabi,

    vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Rost am Essen ist nun mal ein Ding, dass gar nicht geht. Schön, dass du dich für uns bei Crockpot stark machst :-D.
    Also so eine Auflaufform steht bei mir ganz oben auf der Wunschliste! :-))))

  • Antworten
    Dorothea
    11. Februar 2019 at 14:18

    Bei mir sind es auch nur die Unterlegscheiben, die zu rosten beginnen. Sie sind problemlos austauschbar. Beim Griff des Glasdeckels sind Kunststoff-/ Silikon Unterlegscheiben verwendet worden.
    Diese rosten nicht.
    Der Austausch dauert nur wenige Minuten.

  • Antworten
    Birgit
    12. Februar 2019 at 9:41

    Liebe Vorschreiberinnen,
    Danke für den Tipp mit den austauschbaren Unterlegscheiben!
    Ich hoffe, meine Freude an dem Gerät bleibt jetzt ungetrübt.

  • Antworten
    Andrea
    12. Februar 2019 at 15:17

    Vielen Dank für den Tipp, ich tausche dann wohl auch die Unterlegscheiben aus.
    Morgen hat die Mia bei mir Premiere und mir stellt sich noch eine Frage: wird der Deckel beim Garvorgang geschlossen oder nur aufgelegt? Ich vermute letzteres, weil das bei den anderen Töpfen auch so ist?
    LG Andrea

  • Antworten
    Gerätevorstellung: Flacher 3,5 l-Topf von "Mia" | Langsam kocht besser
    28. Februar 2019 at 17:32

    […] UPDATE zur Mia – siehe hier […]

  • Antworten
    Andrea Debonnet
    14. April 2019 at 10:04

    Die Mia hat gewiss ihre Schwächen, aber ich liebe sie trotzdem, sie ist einfach für viele Gerichte genial 🙂
    Wenn die Amis es jemals schaffen uns das Original hier in Deutschland zugänglich zu machen, werde ich natürlich wechseln, aber so lange werde ich meine Mia hüten wie meinen Augapfel 😉
    LG Andrea

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