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18 In für Slowcooker

All you need is… Heimatküche: Rinderschmorbraten aus dem Slowcooker

Klassischer Rinderschmorbraten aus dem Slowcooker

Klassiscehr Rnderschmorbraten aus dem SlowcookerSo, inzwischen habe ich hier auf slowcooker.de das westfälische Hochzeitsessen – und damit ganz typische Heimatküche – fast komplett beisammen: Es beginnt mit Rindfleischsuppe mit Klößchen, anschließend gibt es das Suppenfleisch mit Zwiebelsauce, als nächstes kommen die Braten (Rind und Schwein) und am Schluss die typisch westfälische Herrencreme.

Während Gang 1, 2 und 4 auch an “normalen Tagen” hier schon mal auf der Speisekarte stehen, hege ich eine Abneigung gegen die “großen Braten”. Nicht weil ich sie nicht essen mag – nein, ich esse sehr gerne Braten mit viel Sauce. Aber diese verdammte Ungewissheit, ob man das Stück denn auch pünktlich (oder überhaupt) butterzart bekommt! Wie im westfälischen Gasthaus halt sollte er halt sein …

Klassischer Rnderschmorbraten aus dem Slowcooker - die Zutaten

Die Lösung des Bratenproblems: Der Schongarer

Nicht umsonst hieß der allererste Satz in diesem Blog (anno 2006) “Ich kann keine Braten”. Ich könnte sie auch heute noch nicht, wenn ich nicht den Slowcooker entdeckt hätte. Der schmurgelt in Zeitlupe und bei Temperaturen um 85 Grad auch zähe Stücke Fleisch (oder teure Braten) weich – man muss halt nur ausreichend Zeit einkalkulieren. Der klassische Rinderbraten des westfälischen Hochzeitsessens hat zum Beispiel neun Stunden auf Stufe LOW gebraucht. Dann aber war er so weich, dass man ihn quasi mit der Gabel zerteilen konnte und die Sauce erst: Sowas von dunkel, dicht und aromatisch!

Also erkläre ich diesen Rinderschmorbraten zu meinem Stück Heimatküche – zubereitet nach Art meiner Mama, ohne Chichi oder Rotwein. Wenn ihr wissen möchtet, was meine Mitblogger bei der Aktion “All you need is … Heimatküche” servieren, dann schaut mal in die Linkliste ganz unten. 

Rinderschmorbraten anbraten Rinderschmorbraten im Slowcooker

Muss man beim Slowcooking den Braten anbraten?

Ich finde ja. Das Fleisch wäre zwar auch ohne zart und die Sauce mittelbraun, aber das Anbraten bringt zusätzliche Röststoffe und damit Aroma ins Gericht. Also scheue ich die zusätzliche Mühe und die Fettspritzer in diesem Fall nicht. Das Anbraten halte ich aber kurz – genauso bei Rouladen, bei denen es reicht, sie nur von einer Seite anzurösten. Wer mehr zum Thema Anbraten erfahren will: Auf YouTube habe ich schon mal angebratenes und nicht-angebratenes Szegediner Gulasch parallel probegekocht.

Rinderschmorbraten aus dem Slowcooker

Rinderschmorbraten aus dem Slowcooker

Ergibt: 4 Portionen

Das ist der klassische Rinderschmorbraten nach Art meiner Mama - also gutbürgerlich, ohne Chichi, dafür mit viel leckerer, dunkler Sauce. Ich habe ihn im 3,5-l-Topf zubereitet.

Zutaten

  • 1,2 kg Rinderschmorbraten
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Senf
  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 Zwiebeln, gehackt
  • 2 Möhren, fein gehackt
  • 100 g Knollensellerie, fein gehackt
  • 1/2 Stange Porree, in Ringen
  • 400 ml Rinderfond (oder Wasser)
  • 1 EL Rotweinessig

Zubereitung

  1. Den Braten salzen, pfeffern und mit Senf einreiben. Das Butterschmalz hoch erhitzen und den Braten darin von beiden Seiten gut anbraten, in den Slowcookereinsatz legen.
  2. Die gehackten Zwiebeln und Gemüsesorten ins Brattfett geben und ebenfalls anrösten. Mit Rinderfond oder Wasser ablöschen und den Bodensatz loskochen.
  3. Flüssigkeit abschmecken und über das Fleisch im Slowcooker geben, Essig einrühren. Deckel aufsetzen und auf Stufe LOW etwa 8 bis 10, auf HIGH etwa 4 bis 5 garen. (Wer ein Fleischthermometer hat: Die Kerntemperatur sollte 85 bis 90 Grad betragen)
  4. Zum Servieren das Fleisch entnehmen und warm halten. Sauce pürieren und gegebenenfalls mit angerührtem Mehl andicken und 15 Minuten auf HIGH stellen.

Notizen

Bei uns gab es Speckbohnen, Pilze und Spätzle dazu, genauso gut eignen sich Salzkartoffeln.

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18 Kommentare

  • Antworten
    Westfälische Quarkspeise | Küchenmomente
    9. Februar 2020 at 9:00

    […] Langsam kocht besser Westfälischer Rinderschmorbraten aus dem Slowcooker […]

  • Antworten
    "Fasnachtskichelcher" mit Schokolade | Mein wunderbares Chaos
    9. Februar 2020 at 9:01

    […] Ei, Senf-Honig-Dressing und Feldsalat | Senfei aus Sachsen-Anhalt mal anders Langsam kocht besser Westfälischer Rinderschmorbraten aus dem Slowcooker Linal’s Backhimmel Englischer Kuchen fein Kochen mit Diana Ciorbă de perişoare (Rumänische […]

  • Antworten
    Martina
    9. Februar 2020 at 9:14

    KÖSTLICH! Ich komme dann zum Mittagessen vorbei, ok?
    Liebste Grüße von Martina

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      9. Februar 2020 at 10:45

      Aber gerne 🙂

  • Antworten
    Simone von zimtkringel
    9. Februar 2020 at 11:00

    Ach Gabi, ein echter Sonntagsbraten! Wie lang fahr ich nochmal bis zu dir?
    Liebste Sonntagsgrüße
    Simone

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      9. Februar 2020 at 11:23

      Ähem, fünf Stunden??? Aber es stürmt hier schon schrecklich – komme ein anderes Mal, das koch ich dann nochmal 🙂

  • Antworten
    Sylvia von Brotwein
    9. Februar 2020 at 12:13

    Der Schmorbraten hört sich fantastisch an. Ich habe zwar keine Slowcooker, aber im Bräter auf dem Herd geht das ja auch. Man muss nur eben auch schon vormittags anfangen, damit abends der Braten auf dem Tisch steht. Lieben Gruß Sylvia

  • Antworten
    Tina von Küchenmomente
    9. Februar 2020 at 16:16

    Alsoooo, ich brauche ja nicht wirklich lange zu dir (und bei dem kräftigen Rückwind geht´s noch schneller). Ich mach mich dann gleich mal auf den Weg. Für einen perfekten Rinderschmorbraten mit einer schönen dunklen Soße fahre ich auch bei Sturm, Hagel, Eis oder Schnee zu dir 😉 .
    Liebe Grüße in den Westen Westfalens
    Tina

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      9. Februar 2020 at 19:17

      Bring aber dann bitte deinen Nachtisch mit 😉

  • Antworten
    Conny
    9. Februar 2020 at 18:48

    Liebe Gabi,
    ich weiß gar nicht, wann es hier den letzten Braten gegeben hat; auf jeden Fall ist es sehr, sehr lange her. Zu lange, wenn ich Deinen leckeren Rinderschmorbraten so betrachte. Lecker!
    Herzlichst, Conny

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      9. Februar 2020 at 19:16

      Ja, oft gibt es das hier auch nicht. Aber manchmal musses sein 😉

  • Antworten
    Caroline | Linal's Backhimmel
    10. Februar 2020 at 11:01

    Das schaut so lecker aus! Irgendwann muss hier doch auch mal ein Slowcooker einziehen, so wenn die Küche doch mal Platz dafür hergibt 😉
    LG Caroline

  • Antworten
    Daniela Wick
    10. Februar 2020 at 21:17

    Liebe Gabi,
    ein Slowcooker ist einfach eine feine Sache für einen Braten. Gerade wenn man sich z.B. im Haushalt viel vornimmt, dann ist es schon toll wenn nebenher der Braten schmort und man dann mit einem herrlichen Essen belohnt wird. Ich möchte ihn in meinem Haushalt nicht mehr missen und bin immer dankbar für die tollen Rezepte auf deinem Blog. Liebe Grüße Daniela

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      12. Februar 2020 at 7:36

      Oh, noch eine Langsamkocherin unter uns Bloggern 🙂 Und ja, sehr praktisch das Ding! Man muss es ja nicht täglich benutzen, aber manchmal ist es gut kochen zu können ohne in der Küche zu stehen.

  • Antworten
    Schwäbische Krautkrapfen - Küchentraum & Purzelbaum
    11. Februar 2020 at 19:28

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    Kathrina
    11. Februar 2020 at 19:59

    Oh wie lecker. Ist noch was übrig?

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      12. Februar 2020 at 7:35

      Leider nicht – aber ich mach bald nochmal einen 😉

  • Antworten
    Kartoffelsalat mit Ei, Honig-Senf-Dressing und Feldsalat | Senfei aus Sachsen-Anhalt mal anders ❤ • Nom Noms food
    12. Februar 2020 at 22:26

    […] Küchenmomente Westfälische Quarkspeise zimtkringel Saure Kartoffelrädle Langsam kocht besser Westfälischer Rinderschmorbraten aus dem Slowcooker Mein wunderbares Chaos „Fasnachtskichelcher“ mit Schokolade Linal’s Backhimmel […]

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