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7 In Backen

Küchen der Welt: Empanadas Mendocinas aus Ecuador


In Ecuador, erzählt unser Austauschschüler Carlos, hat fast jeder Haushalt eine Emplejada, eine Vollzeit-Hausangestellte. Muss er auch, wenn die Kinder als „Pausenbrot“ zur Schule so etwas mitbekommen wie diese Empanadas Mendocinas. Zugegeben, sie schmecken köstlich, lassen sich prima transportieren und kleckern nicht. Aber sie machen sooooo viel Arbeit! Für 24 mittelgroße Teigtaschen habe ich gut zwei Stunden in der Küche gestanden und das, obwohl ich schon den Teigtaschenformer benutzt habe.  Das Empanadas-Rezept habe ich von Laylita – wie überhaupt alle südamerikanischen Rezepte, die ich ausprobiert habe. Genau wie Patacones und Menestra sind auch diese Pasteten gut gelungen, vor allem der Teig (mit lauwamer Milch!) ließ sich ausgezeichnet verarbeiten. Die Hackfleischfüllung enthält nicht – wie so oft – Rosinen, ist dafür angenehm scharf.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Empanadas Mendocinas
Kategorien: Finger Food, International, Backen
Menge: 24 Stück

=========================== FÜR DEN TEIG ===========================
450     Gramm  Mehl
1            Eigelb
75     Gramm  Palmin Soft (oder anderes Pflanzenfett)
200-250        ml  Lauwarme Milch
1/2      Teel. Salz

========================== FÜR DIE FÜLLUNG ==========================
2            Zwiebeln, fein gehackt
50     Gramm  Schmalz
500     Gramm  Rinderhack
2      Essl. Chilipulver (oder weniger)
1      Essl. Paprikapulver, mild
1      Essl. Frischer Oregano, gehackt
1      Teel. Kreuzkümmel, gemahlen
1      Bund  Grüne Zwiebeln, fein gehackt
3            Eier, hart gekocht, in Scheiben
50     Gramm  Oliven, grün, in Scheiben
Salz und Pfeffer nach Geschmack
1            Eiweiß, leicht verschlagen
1            Eigelb, mit 1 EL Wasser verschlagen

============================== QUELLE ==============================
http://laylita.com/recipes/2008/06/11/empanadas-
mendocinas/
— Erfasst *RK* 12.07.2009 von
— Gabriele Frankemölle

Alle Teigzutaten verkneten, zu einem Ballen formen, in Folie einschlagen und etwa eine
Stunde in den Kühlschrank stellen.

Währenddessen die Füllung zubereiten: Die Zwiebeln im Schmalz etwa
fünf Minuten glasig und weich braten. Hackfleisch dazugeben, mit
Chili, Paprika, Oregano, Kreuzkümmel und Pfeffer und Salz nach
Geschmack kräftig würzen und unter Rühren krümelig braten.
Überschüssiges Fett abgießen und erkalten lassen. Die grünen
Zwiebeln untermischen.

Den Teig für die Pastetchen portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen,
sehr dünn ausrollen und Kreise ausstechen – je nach Wunsch kleine
oder große. Etwas von der Hackfüllung darauf geben (zwischen 1 TL
und 1 EL, je nach Größe, nicht zu viel!), mit jeweils einer
Eischeibe und Olivenscheiben belegen. Die Teigränder mit Eiweiß
bestreichen, Teigtaschen zusammenklappen, die Ränder hochfalten
und sehr gut mit den Fingerspitzen zusammendrücken. (Gabi:
Teigtaschenformer verwendet)

Empanadas auf ein Backblech legen und zugedeckt ruhen lassen, bis
alle fertig gestellt sind. Mit Eigelb bestreichen und im
vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 20 Minuten backen. Heiß, lauwarm
oder auch kalt mit Aioli oder einer scharfen Soße (Chimichurri)
servieren.

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7 Kommentare

  • Antworten
    lamiacucina
    13. Juli 2009 um 6:27

    die Oliven und der Cumin gefallen mir besonders in der Füllung. Muss ich auch wieder mal machen.

  • Antworten
    mipi
    13. Juli 2009 um 6:34

    Hört sich köstlich an und sieht sehr gut aus. Allein der Aufwand schreckt mich ab.

  • Antworten
    Petra
    13. Juli 2009 um 8:40

    Empanadas wollte ich neulich schon mal machen, hatte aber verdrängt, dass sei soviel Arbeit machen. Gut, dass mir was dazwischen kam, denn an dem Tag hatte ich nicht viel Zeit und dann wäre das ganze schief gegangen. Aber trotz der Arbeit werde ich mich mal an deinem ausprobierten Rezept versuchen.
    Viele Grüße

  • Antworten
    rike
    13. Juli 2009 um 9:34

    Meine spanische Freundin macht öfters mal Empanada, bei ihr ist die Grundlage immer ein Hefeteig. Habe ich bis jetzt immer gescheut, schließlich weiß ich (inkl. Göttergatte), wie es schmecken kann…

  • Antworten
    kulinaria katastrophalia
    14. Juli 2009 um 22:47

    Na ja, in gewissen Kreisen hat jeder Haushalt eine Angestellte 😉 „Müsstest“ du jeden Tag welche machen funktioniert es wahrscheinlich schneller. Am besten jeden Tag proben ;D

  • Antworten
    Ioana
    16. Juli 2009 um 7:52

    Hallo, ich freue mich dich gefunden zu haben. Ich habe diese Empanadas ausprobiert, hier und da ein bisschen geandert (bei der Fullung bloss) aber sie waren einfach super!! Mir hat insbesondere der Teig gefallen sehr leicht zum verarbeiten und sehr koestlich. Danke fuer dieses Rezept

  • Antworten
    Crockyblog » Blog Archive » Kochevent Spanien: Empanada gallega
    17. November 2009 um 19:04

    […] sind höllenscharf oder mild. Die ecuadorianische Variante mit Fleisch und Mürbeteig hatte ich hier schon vorgestellt, im Urlaub an der Costa Dorada haben wir eine andere Version gekostet – aus […]

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