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1 In für Slowcooker

Steckrübeneintopf nach Tim Mälzer (Slowcooker-Rezept)

Norddeutscher Steckrübeneintopf aus dem Slowcooker

Norddeutscher Steckrübeneintopf aus dem Slowcooker

Nicht erst seit Kitchen Impossible finde ich Tim Mälzer toll. Seitdem ich vor zig Jahren mal gesehen habe, wie er in “Schmeckt nicht, gibts nicht” ein Curry hoffnungslos überschärft hat (“Mälzer, du lernst es NIE!”) amüsiere ich mich über seine selbstironische Art. Bei Kitchen Impossible kommt dazu eine charmante (aufgesetzte?) Großkotzigkeit. In seiner Bullerei in Hamburg habe ich schon mehrfach (sehr gut) gegessen und das Mälzer-Rezept für Rinderrouladen mit getrockneten Tomaten erfolgreich auf den Slowcooker umgebastelt. 

Die Steckrübe - traditionelles deutsches Wintergemüse

Als ich also auf der Suche nach einem Rezept für Steckrübeneintopf war, fiel mir das aus Tim Mälzers Kochbuch Heimat ins Auge: Nix Chichi, nix Tralala – sondern bodenständige, günstige, norddeutsche Heimatküche halt. So wie es die Oma im Winter kochte – naja, vielleicht die Oma in anderen Familien. Denn bei mir mochten weder Oma noch Mama Steckrüben (“Kind, das haben wir im Krieg so oft essen müssen!”) und daher kannte ich den Geschmack von Steckrüben bislang nicht. Was soll ich sagen? Wenig auffällig, leicht süßlich und gar nicht so “kohlig” wie befürchtet. Ein kostengünstiger, leckerer, gesunder Sattmacher, diese Rübe – kohlehydratarm, reich an Vitamin C, Calcium, Kalium und Senfölen.

Norddeutscher Steckrübeneintopf aus dem Slowcooker

Steckrübeneintopf (Slowcooker-Rezept)

Ergibt: 6 Portionen

Schlichte Heimatküche, gut und günstig: Dieser Eintopf nach Tim Mälzer überzeugt auch Steckrübengegner (wie mich)! Das Rezept ist für einen 3,5- bis 4,5-l-Slowcooker berechnet.

Zutaten

  • 1 Steckrübe (ca. 700 g geschält gewogen)
  • 300 g Möhren
  • 1 Gemüsezwiebel (oder 2 kl. Zwiebeln / Schalotten)
  • 500 g Kartoffeln (mehlig kochende Sorte)
  • 2 EL Gänseschmalz (oder Schweine- bzw. Butterschmalz)
  • 100 g Speck (gewürfelt)
  • 1 l Wasser oder Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, schwarzer Pfeffer (aus der Mühle)
  • Zucker
  • Essig (optional)

Zubereitung

Steckrübe und Möhren schälen und in höchstens 1,5 x 1,5 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln pellen und würfeln. Kartoffeln schälen und ebenfalls würfeln.

Gänseschmalz (ich hatte Butterschmalz) in einen Bräter geben, die Speck- und Zwiebelwürfel darin glasig dünsten, in den Einsatz des Slowcookersgeben.

Alle Gemüse und Lorbeerblatt zugeben, Wasser oder Brühe angießen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und 4 - 4,5 Stunden auf Stufe HIGH (8 bis 9 auf LOW) garen.

Durchrühren und auf Wunsch mit etwas Essig abschmecken.

Notizen

Der Eintopf lässt sich ganz einfach auch rein pflanzlich herstellen - einfach statt Speck Räuchertofu verwenden!

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1 Kommentar

  • Antworten
    Irmgard
    29. Februar 2020 at 10:18

    So, wie Steckrüben nicht jeden Geschmack trifft, geht es auch mit Rote Bete.
    Seit einiger Zeit sind diese farbintensiven Knollen wieder entdeckt. Dazu geistert der Tipp durchs Netz sie im Ganzen und im Backofen zu garen. Meine Schwägerin hat mich drauf gebracht, und ich durfte ihr Ergebnis probieren. Lecker, ohne Frage!
    Aber für meine nur 1 oder 2 Rote Bete den Backofen anschmeißen? Ginge das nicht auch im slowcooker? Meine Suche auf Antwort im www gab dazu wenig her.
    Dank der Empfehlung für Rosmarinkartoffeln ( Slowcooker für 2, Seite 56) ermutigt, habe ich daher gestern zwei, der im Vergleich zu Drilling-Kartoffeln doch deutlich größeren, RB-Knollen im Mini gegart:
    2 feuchte RB-Knollen in den kleinsten slowcooker mit Gewürzen nach Wunsch ( Thymian, Honig….) bestreuen/beträufeln, 1 – 2 cm Wasser einfüllen und auf high um die 5 Stunden garen. Nach etwa 3 Stunden habe ich die Oberseite der Knollen nach unten ins Wasser gewendet. Sicher ist sicher 🙂
    Zum Schluß, ich hatte die Garzeit ja nur abgeschätzt und erhofft sie sei geeignet, fühlten sich die Knollen noch immer fest an. Ich habe ein Thermometer eingesetzt, um von der Kerntemperatur die Gare abzuleiten. Schon beim Reinstechen war klar: Die Knolle ist fest und gar.
    Geschmacklich ein großer Unterschied zu den in Plastikfolie eingeschweißten Exemplaren!
    Mache ich in Zukunft immer so und empfehle diese Methode daher gerne weiter.
    Backofen halte ich nicht für nötig.

    Gibt es dazu vielleicht noch andere Erfahrungen, und Tipps, für mich?

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