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Kulinarische Weltreise: Pavlova mit Erdbeeren

Rezept für Pavlova mit Joghurt und Erdbeeren

Rezept für Pavlova mit Joghurt und Erdbeeren

Pavlova ist das „Signature Dessert“ aus Australien: Ein Nachtisch aus knusprigen Baiserschalen, Joghurt-Sahne-Mousse und frischen Erdbeeren. Das lässt sich super auch für Gäste vorbereiten.

Und wieder so ein #kulinarischeweltreise – Stopp (wie letztens die Schweiz, siehe Risotto und Rhabarberauflauf), bei dem ich nicht mitreden kann. Es geht nämlich im Mai nach Australien und da war ich noch nie – und auf der Bucket List des Lebens steht der Kontinent auch nicht. Ich kann nichtmal sagen, wieso – ich glaube, ich habe einfach zu wenig Vorstellungen, die ich mit dem Riesenland verbinde. Und daher hat sich bislang auch kein „Das muss ich mir unbedingt mal ansehen“ Effekt eingestellt.

Sei’s drum: Etwas kulinarisches aus Australien kann ich jedenfalls liefern – eines meiner liebsten „Angeberdesserts“ für Gäste. Die Pavlova ist das Signature-Dessert in Down Under – sofern man einen Australier fragt. Allerdings reklamieren auch die Neuseeländer die Kombination aus außen knusprigem, innen weichem Baiser-„Boden“, Sahne und Früchten für sich. Vermutlich haben sie aber beide unrecht, denn nach neuen kulinarischen Forschungen gab es ähnliche Rezepte schon weit eher in Deutschland und den USA. Die „Leistung“ der Australier (oder Neuseeländer?) bestand dann lediglich noch darin, das luftige Gebilde Anfang des 20sten Jahrhunderts nach der damals extrem populären Tänzerin Anna Pavlova benannt zu haben.

Pavlovas mit Zimtpflaumen

Welche Pavlova-Variationen gibt es noch?

Ich finde die Kombination aus pappsüß-knackigem Baiser, cremig-ungesüßter Joghurt-Sahnecreme (original: ungsüßte Schlagsahne pur) und Früchten wirklich großartig. Wobei es wahrlich schönere Desserts gibt, denn irgendwie sieht Pavlova immer „messy“ aus. Sie lässt sich aber super vorbereiten (Baisers vorab backen, Creme herstellen, Kompott kochen) und prima variieren. Jetzt im Sommer gibt es bei mir Beeren oder Rhabarberkompott dazu – im Winter passen auch zimtige Rotweinpflaumen.  Dann alles auf einer schönen Platte anrichten und sofort auf den Tisch stellen (sonst weicht es durch) – fertig!

Dabei bevorzuge ich es, die Baisers als „Portionsschälchen“ zu backen, nicht als großen Boden. Ich finde, so lässt sich das besser auf Tellern zu Tisch bringen, wogegen der große Boden beim Zerteilen in -zig Bröckchen zersplittert. Das ist zwar nicht original, aber dann halt die münsterländische Version 😉  

Die kulinarische Weltreise ist inzwischen schon im dritten Jahr rund um den Globus unterwegs. Mitgereist bin ich schon nach Russland (Pilz-Pierogi), Südamerika (Pescado Encocado), England (Afternoon Tea), Polen (Hühnersuppe), Ungarn (Mohnbuchteln), Peru (gefüllte Pfannkuchen mit Dulce de Leche), Südafrika (Braai Broodjes) und Thailand (Thai Iced Tea).
 

Rezept für Pavlova mit Joghurt und Erdbeeren

Mini-Pavlovas mit Erdbeeren

Ergibt: 8 Portionen

Pavlova ist das "Signature Dessert" aus Australien: Ein Nachtisch aus knusprigen Baiserschalen (die inne noch etwas weich sind), Joghurt-Sahne-Mousse und frischen Erdbeeren. Das lässt sich super auch für Gäste vorbereiten.

Zutaten

Für die Baisers:

  • 2 TL Zitronensaft
  • 2 Eiweiß
  • 135 g Zucker

Für die Joghurtcreme:

  • 500 g griechischer Joghurt
  • 1 EL Vanillezucker (selbst gemacht)
  • 250 ml Sahne, steif geschlagen

Zusätzlich:

  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Liquor 43 (optional)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 500 g Erdbeeren

Zubereitung

Bitte beachten: Zubereitung beginnt am Vortag!

Mit dem Zitronensaft eine ausreichend große Schüssel ausreiben. Eiweiß mit dem Mixer dickcremig weiß aufschlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen, bis sich alles gelöst hat.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Darauf mit einem Esslöffel acht Baiserhäufchen setzen oder eine Spritztülle aufspritzen. In der Mitte etwas flach streichen, so dass sich eine "Schale" ergibt. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 100 °C/ Umluft: 75 °C) etwa 75 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter setzen und abkühlen lassen. So lassen sich die Baisers in einer luftdichten Dose gut aufbewahren.

Für die Joghurtcreme den Joghurt mit dem Vanillezucker verrühren, die steif geschlagene Sahne unter ziehen. Ein Nudelsieb o.ä. mit einem Küchentuch oder einem Küchenpapier auslegen und die Joghurtmasse einfüllen. Mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens einen Tag im Kühlschrank abtropfen lassen.

Die Erdbeeren in mundgerechte Stücke schneiden und mit Zucker, Likör und Zitronensaft marinieren lassen.

Zum Servieren die Baisers auf eine Platte oder Dessertteller setzen. Je einen Löffel Joghurtmasse obenauf geben und etwas von den marinierten Erdbeeren mit Saft. Sofort servieren.

Notizen

Die "originale" Pavlova wird nur mit Schlagsahne serviert - ihc finde es mit Joghurt erfrischender. Statt Erdbeeren kann man natürlich auch beliebige andere Beeren oder ein Fruchtkompott verwenden.

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Rezept für Pavlova mit Joghurt und Erdbeeren

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24 Kommentare

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    Petra aka Cascabel
    23. Mai 2021 at 20:13

    Egal wer der Urheber war: das ist eine überaus gelungene Kombination!

  • Antworten
    fluffig & hart
    24. Mai 2021 at 1:58

    Schöne Idee mit den Mini-Pavlovas, dann hat man nicht immer so einen Riesentrümmer auf dem Teller. Und wunderhübsch sieht es auch noch aus!

  • Antworten
    Britta
    24. Mai 2021 at 11:03

    Ich habe gestern auch Pavovas gemacht. Nicht so fein wie Deine, sondern als richtige Gebirge, aber ich war sehr angetan von dem Meringueteig, der ja durch die Luftigkeit keine Kalorien hat, so dass diese beherzt duch Sahne, Erdbeersahnelikör und Erdbeeren ausgeglichen werden konnten! 😀

    Liebe Grüße
    Britta

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      24. Mai 2021 at 12:54

      Genau so muss man das betrachten, Britta – ist ja nur Luft (okay, mit ein bisschen Zucker drumherum)… 🙂

  • Antworten
    Britta
    24. Mai 2021 at 11:04

    PS: Gebe ich die URL meines Blogs ein, mein der Deinige, es sei Spam. Ohne die URL geht der Kommi durch. Sehr merkwürdig.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      24. Mai 2021 at 12:54

      Da mus sich mal nachsehen, wo man das abstellt!

      • Antworten
        Britta
        1. Juni 2021 at 7:39

        Mein Mann meinte, dass es an meiner Endung .info liegen könnte.

  • Antworten
    Jutta
    24. Mai 2021 at 23:08

    Ich habe mich bisher immer vor Baiser gedrückt, aber dein Rezept klingt wirklich einfach und wird sicher bald (wenn die Erdbeeren reif sind) ausprobiert.
    Allerdings hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: im Rezept steht „Pflaumenkompott“ statt „marinierte Erdbeeren“…
    Viele Grüße, Jutta

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      24. Mai 2021 at 23:12

      Baiser ist ganz einfach, trau dich ruhig – und danke fürs Aufpassen, wird korrigiert!

  • Antworten
    Birgit
    25. Mai 2021 at 9:20

    Hallo,
    wie überaus passend der Beitrag für mich kommt!
    Parallel zu deinem Beitrag habe ich am Samstag zum ersten Mal diese „Baisers“ (allerdings nach einem nur „verwandten“ Rezept) hergestellt.
    Grund waren die „Rest-Eiweiße“, die im Kühlschrank fristeten, weil ich aus mehreren Eigelb Sauce Hollandaise zubereitet hatte.
    Ich will nur sagen: Nur Mut! Mit frischen Erd- und Blaubeeren und einem Klecks Creme waren die Pavlovas eine tolle Begleitung zum Kaffee am Pfingstsonntag.
    Viele Grüße!

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      25. Mai 2021 at 9:22

      Ja, genauso geht mir das auch – immer Eiweiß übrig, NIE Eigelb 😉

  • Antworten
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  • Antworten
    Kathrina
    26. Mai 2021 at 8:30

    Deine Pavlovas sehen super gut aus. Ich bin da irgendwie nicht so begabt drin. Meine Masse läuft mir meistens davon oder wird zu dunkel.

  • Antworten
    Susanne
    26. Mai 2021 at 13:15

    Hui, sehen die toll aus! Baiser ist mein Endgegner, den verhaue ich immer. Vielleicht sollte ich mich mal wieder dran wagen….

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      26. Mai 2021 at 13:26

      Echt? Ich finde den ganz easy – nur sicher gehen, dass Schüssel und Mixerquirle absolut fettfrei sind. Ich reibe die immer mit Zitrone aus/ab 😉

  • Antworten
    Britta
    31. Mai 2021 at 19:25

    Boah Gabi ich will jetzt auch welche haben, die Bilder machen voll Appetit darauf.
    Liebe Grüße
    Britta

  • Antworten
    Pane-Bistecca
    1. Juni 2021 at 9:17

    Die sind wunderschoen!!!!

    LG Wilma

  • Antworten
    Tina von Küchenmomente
    1. Juni 2021 at 19:44

    Hallo Gabi,
    wunderschön sehen deine Pavlovas aus! Ich mag die ja total gerne in dieser Kombination (also mit Joghurt-Sahne und Erdbeeren). Wirklich mal etwas richtig Feines und so easy in der Zubereitung. Kein Wunder, dass die Australier so verrückt danach sind 😉 .
    Liebe Grüße
    Tina

  • Antworten
    Simone von zimtkringel
    1. Juni 2021 at 21:00

    Die sind echt wunderschön! Boah, davon hätte ich gerne eins. Oder zwei.
    Liebe Grüße
    Simone

  • Antworten
    Boxing Day Beach Barbie Cocktails – Low-'n'-Slow
    15. Juni 2021 at 16:25

    […] Lamingtons poupou von poupous geheimes laboratorium mit Impossible Pie Gabi von Slowcooker.de mit Mini-Pavlovas mit Erdbeeren Tina von Küchenmomente mit ANZAC-Kekse aus Australien Simone von zimtkringel mit Australian Meat […]

  • Antworten
    Dirk
    15. Juni 2021 at 16:45

    Wo ich hier gerade durchlese „Simone von Zimtkringel“ wäre ein super Autorinnenname, um damit einen Top-10-Spiegel-Bestseller zu schreiben. Ich stelle mir den nuschelnden Moderator vor in der Literatursendung „Wir haben hier eine hoffnungsvolle Nachwuchsautorin: ‚Simone von Zimtkringel‘ mit ihrem Debütroman ‚Die Einsamkeit der Nussschnecke beim Elfmeter.‘ Herr Scheck, was sagen sie dazu?“ Baisers liebte ich schon immer. Als Kind mochte ich auch total das Zersplittern beim Durchschneiden. Klingt auch gleich viel intellektueller, wenn ich sie Pavlova nenne.

    • Antworten
      Gabi Frankemölle
      17. Juni 2021 at 22:14

      Simone ist übrigens Buchhändlerin und plant bestimmt schon ihren Debütroman 😉

    Antworten